Gegenwind zum Rückrundenauftakt

Die Tabellenführung, die sich die Marienberger Fußballer kurz vor der Winterpause in der Landesklasse West erkämpft hatten, sind sie wieder los. Dabei spielte auch das Wetter eine Rolle.

Marienberg.

Schwierige Bedingungen haben das erste Rückrundenspiel des FSV Motor Marienberg in der Fußball-Landesklasse West geprägt. Bei Dauerregen und Sturmböen entwickelte sich die Partie des Spitzenreiters gegen den Tabellenvierten VfB Fortuna Chemnitz nicht wirklich zu einem fußballerischen Leckerbissen, dafür aber zu einem kampfbetonten Duell auf Augenhöhe. Dass es am Ende 3:0 für die Gäste stand und Marienberg damit Platz 1 wieder an den VfB Empor Glauchau abgeben musste, der 3:0 gegen Stollberg gewann, wird der Leistung des FSV Motor nicht wirklich gerecht.

"Das Spiel hätte auch unentschieden ausgehen können oder mit einem knappen Sieg für uns. Aber der Dreier für die Fortuna war auch nicht unverdient, das ist nun mal ein ganz starker Gegner", zollte Ronny Rother den Gästen Respekt. Dass Marienbergs Trainer hinterher dennoch von einem Ergebnis "mit fadem Beigeschmack sprach", lag nicht an den Chemnitzern. Stattdessen ärgerten sich die Gastgeber über einige Entscheidungen und auch Kommentare des Schiedsrichtergespanns, das es in einigen engen Situationen nicht einfach hatte.

Am lautesten wurde es auf dem Marienberger Kunstrasenplatz in der 87. Minute, als der Chemnitzer Torhüter einen Schuss prallen ließ und dann mit dem nachsetzenden Motor-Spieler Norman Fischer zusammenprallte. Obwohl aus Marienberger Sicht ein Strafstoß fällig gewesen wäre, blieb die Pfeife des Referees stumm. Quasi im Gegenzug machte die Fortuna mit dem 3:0 alles klar. "Wenn stattdessen das Anschlusstor fällt, wird es nochmal richtig spannend", sagt Rother, der sich weitere Kommentare zum Unparteiischen lieber verkniff.

Obwohl der Frust der Hausherren nachvollziehbar war, bleibt festzuhalten, dass solch gefährliche Situationen im Chemnitzer Strafraum wie kurz vor Schluss sonst Mangelware blieben. Abgesehen von einem Freistoß, getreten durch Kenny Schmidt (75.), war der VfB-Keeper kaum gefordert. Angesichts des Wetters war dies aber nachvollziehbar, auch die Gäste kamen aus dem Spiel heraus nur selten zu Chancen. Sobald der Ball in der Luft war, wurde die Flugbahn durch den Wind unberechenbar. Dies traf auch in der 24. Minute zu, als ein Chemnitzer Schuss aus gut 20 Metern im Marienberger Kasten einschlug.

Weniger Schussglück hatten an diesem Tag die Motor-Kicker. "Wir hatten schon einige Situationen, wo wir durchbrechen konnten. Aber der letzte Pass hat gefehlt", bilanziert Rother. Meistens war es aber auch schwierig, die Hereingaben und Steilpässe zu erlaufen. Fehler, wie die der Marienberger Abwehr vor dem 0:2, gehörten bei diesem Wetter laut Rother einfach dazu. Stolz war der Motor-Coach dennoch auf seine Mannschaft, die selbst nach dem 0:3 nicht aufgab. "Wenn wir weiter so aufopferungsvoll kämpfen, mache ich mir keine Sorgen", so Rother.


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