Geimeinsamer Ausritt zum Rodeo

Neben Geländefahrern der Weltelite haben drei Aktive aus der Region in Grießbach ihr Können gezeigt. Ein Grumbacher sorgte für Verwunderung.

Grießbach.

Schmerzende Muskeln und blaue Flecken: Das Getzen-Rodeo in Grießbach hat bei Kenny Lötzsch Spuren hinterlassen. Und doch erschien der 30-jährige Drebacher am Montag gut gelaunt auf Arbeit. "Dieses Rennen ist wirklich schlimmer als alle anderen", gesteht der Bauhof-Mitarbeiter mit Blick auf die extreme körperliche Beanspruchung. "Es ist aber auch geiler", fügt Lötzsch hinzu.

Auf der rund drei Kilometer langen Runde im "Getzenwald" waren 67 Geländefahrer aus 14 Nationen zum Finale der World-Enduro-Super-Series (WESS) angetreten. Mit dabei waren neben Lötzsch noch weitere Erzgebirger: Marcel Teucher aus Wiesa wurde als 41. abgewunken, der Scharfensteiner Florian Görner landete auf Rang 44. Mit seiner Platzierung war Teucher nur zufrieden, weil auch die komplette Weltelite mitmischte: "Klar wären die Top 20 ein Traum gewesen. Aber ich hatte einem miserablen Start, war als Letzter an der ersten Engstelle und musste dann das Feld von hinten aufrollen", so Teucher. Zwischenzeitlich lag er auf Platz 31, hatte dann aber einen Abflug, bekam seine eigene Maschine an den Kopf und musste sich erst einmal sammeln. "Ich habe mich aufgerappelt, weil ich vor Heimpublikum noch etwas zeigen wollte. Doch zum Schluss brachten mich Krämpfe an mein Limit", sagt der Wiesaer.

Für seinen Teamkollegen, den Südafrikaner Blake Gutzeit, lief es besser: Er bretterte im Getzenchamp-Rennen auf den elften Platz. "Wir kennen uns seit vier Jahren, ich habe immer einen Schlafplatz für ihn im Erzgebirge und natürlich tauschen wir zu Gelände und Fahrweise auch jede Menge Tipps aus", erklärt Teucher. Er freute sich, dass sein Kumpel nach einer Verletzungspause so gut in Grießbach zurecht kam. Auch viele Zuschauer waren vom Südafrikaner angetan, denn der Profi hatte nicht nur sein eigenes Resultat im Kopf, sondern packte auch bei anderen Motorsportlern an besonders schwierigen Stellen mit zu, um zu helfen.

Hilfe leistete auch Dirk Grocholski aus Grumbach, er ließ aber zum ersten Mal beim Getzen-Rodeo seine Maschine stehen. Er kümmerte sich als Sicherheitsbeauftragter um die Veranstaltung: "Bisher bin ich alle Rodeos mitgefahren. Mit 45 Jahren muss ich das jetzt aber nicht mehr haben. Mich freut, dass das Wochenende in Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt gut über die Bühne gegangen ist." Dennoch hatte Grocholski als Helfer an der Strecke ein persönliches Erfolgserlebnis: "Ich habe einmal einem abgestiegenen Fahrer das Motorrad wieder nach oben gefahren. Der hat ganz schön geguckt, weil er ja nicht ahnte, dass ich auch etwas Enduro-Erfahrung besitze", sagt der Grumbacher. (mit anr/ritz)

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