Gelenauer Erfolg endet mit einem Feuerwerk

Ringen, Regionalliga: RSK klettert in eigener Halle auf Tabellenplatz 2

Gelenau.

Erneut sieben Siege, erneut ein deutlicher Erfolg und dazu Tabellenrang 2: Die Regionalliga-Ringer des RSK Gelenau übertreffen aktuell alle Erwartungen. Leidtragende waren am Samstag die Kämpfer des 1. Luckenwalder SC, die 8:20 im Erzgebirge untergingen. Besonders erwähnenswert: Unter den Siegern des RSK Gelenau befanden sich vier echte Eigengewächse.

Eines davon musste gar nichts sagen, die strahlenden Augen erklärten alles. Denn Felix Franke, der Sohn des diesmal kampflosen Kapitäns, gewann sein erstes Regionalliga-Duell bei den Männern überhaupt. Nach einer schönen Schleuder rettete er einen knappen Vorsprung mit Geschick und etwas Glück über die Zeit. Pfiffig agierte zudem wieder einmal Rico Richter. Erst in dem Moment, als nichts mehr schiefgehen konnte, setzte er wenige Sekunden vor Kampfende die entscheidende Attacke und erzielte die siegbringende Wertung. So lange hielt sich Erik Löser nicht auf der Matte auf: In 80 Sekunden hatte der deutsche Junioren-Meister seinen Gegner mit mehreren spektakulären Würfen durch die Luft befördert und die nötigen Punkte zum Abbruchsieg eingefahren.

Ein echtes Feuerwerk an Techniken zum Abschluss eines Vergleichs, den RSK-Trainer Björn Lehnert aus seiner Sicht mit einem Wort beschrieb: überwältigend. "Meine Männer haben die Marschroute zu hundert Prozent umgesetzt - auch die, die verloren haben", ließ er einen Blick in seine Gefühlswelt zu. Zu Letzteren gehörte Lucas Kästel, der im Schwergewicht gegen David Vala keine Chance hatte. Der Vize-Europameister von 2007 und dreimalige Olympia-Teilnehmer aus Liberec, einst auch in Diensten des RSK und deshalb in Gelenau immer gern gesehen, steht mit 41 Jahren noch wie ein Fels. "David gegen Lucas" war ein ungleiches Duell.

Der Samstagabend hatte den mehr als 200 begeisterten Zuschauern noch etwas Ungewöhnliches zu bieten: einen Schultersieg per Hammerlock. Hassan Ismail erzielte ihn und erzählte danach stolz, dass er wegen dieser Hebeltechnik schon von Alfred Tischendorf gelobt worden sei. Der Altmeister aus der Nähe von Jena, Jahrgang 1934, war 1956 Olympia-Neunter in Melbourne und hatte viele Siege mit seiner Spezialtechnik Hammerlock erkämpft. Bei Ismail dürfte es auch nicht der letzte gewesen sein. (mas)

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