Georgische Grundversicherung

Der FSV gewinnt in der Fußball-Erzgebirgsliga mit 1:0 beim SV Großrückerswalde. Das goldene Tor fiel erst kurz vor Schluss.

Großrückerswalde.

Mit einem knappen 1:0-Sieg beim SV Großrückerswalde hat der FSV Blau-Weiß Schwarzenberg den zweiten Rang in der Erzgebirgsliga verteidigt. Dabei schienen die Schwarzenberger auch mit Fortuna im Bunde.

Steven Finzelberg, der Trainer der Gastgeber, hatte vor der Partie betont, dass seine Mannschaft endlich wieder das Glück vor dem Tor erzwingen müsse, um wieder erfolgreich zu sein. Und tatsächlich muss sich auch Fortuna ein Ticket für die Partie gegen Schwarzenberg gekauft haben - nur die Sympathien waren bei der launischen Glücksgöttin an diesem Tag offensichtlich einseitig verteilt. "Wir haben wieder viele Chancen, machen aber das Tor einfach nicht", so ein sichtlich frustrierter Finzelberg nach der Partie. "Am Ende werden wir bestraft."

Schon früh haderten die Gastgeber mit dem Glück, als die Führung der in Rot antretenden Blau-Weißen wegen eines vermeintlichen Ausballs nicht gegeben wurde. Wenige Minuten später landete ein Kopfball von Justin Reichel nur an der Latte des Schwarzenberger Tores. Die Zuschauer sahen eine temporeiche und intensive Partie, in der sich beide Seiten nicht versteckten. Das Chancenplus besaßen jedoch die Großrückerswalder, denn die einzige gefährliche Aktion der Gäste vergab Sebastian Klöden, der frei vor dem Tor dieses nicht traf. Florian Schneider probierte es für die Gastgeber aus der Distanz, zielte aber zu ungenau. Zu genau dagegen die verunglückte Flanke von Bertram Thiele, die sich als Torschuss entpuppte und am Aluminium landete.

Auch in der zweiten Hälfte lieferten beide Teams ein ähnliches Bild: Schneller Fußball, technisch starke Aktionen, klare Chancen blieben jedoch Mangelware. Die Gastgeber investierten etwas mehr in die Offensive, aber da war ja noch das Thema mit der Fortuna. Sowohl Clemens Hilbert als auch Thiele schafften es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. "Die Leistung der Mannschaft war gut", so Finzelberg. "Aber wir hatten heute leider viel Pech." Dazu kamen für ihn noch viele kleine, strittige Szenen, die Schiedsrichter Leon Keller zugunsten der Schwarzenberger auslegte. "In solchen Momenten verlieren wir noch zu oft den roten Faden und geraten aus dem Konzept."

Dass es am Ende nicht einmal für den einen Punkt reichte, haben die Gastgeber der Lebensversicherung der Gäste zu verdanken. Die heißt Gaga Dolidze und erzielte kurz vor Schluss in die Großrückerswalder Druckphase hinein mit einer Einzelaktion das goldene Tor. Für den Georgier war es bereits der 22. Treffer in der laufenden Spielzeit. "Wir wissen, was wir an ihm haben", sagte auch Uwe Miller, der Trainer der Gäste. Doch bevor der Dreier gefeiert werden konnte, musste noch ein letztes Mal gezittert werden: Nach einer Ecke stieg ein Knäuel an Spielern beider Teams hoch und der Ball landete zum dritten Mal am Pfosten des FSV-Tores. Selbst Miller schätzte den Sieg daher als "glücklich" ein: "Es war ein ausgeglichenes Spiel mit dem besseren Ende für uns. Ich bin hochzufrieden mit der Leistung der jungen Mannschaft."

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