Gerd Langer: Jahrzehnte lang am Ball

Enthusiast aus Kühnhaide feiert 60. Geburtstag

Kühnhaide.

Gerd Langer (Foto) ist 60 Jahre alt geworden. Der Kühnhaider blickte am Sonntag auf ein bewegtes Leben zurück, setzt er sich doch mit Leidenschaft für den Sport in seinem Ort ein. Mittlerweile ist er seit 12 Jahren Vorstandsmitglied im Sportverein Kühnhaide (SVK), wo er als Zugpferd, Ruhepol und Respektsperson gilt. Seit drei Jahrzehnten hat er sich dem Tischtennis verschrieben, leitet die Sektion und trainiert vier Herren- und eine Jugendmannschaft.

Schon in der Kindheit hatte sich "Gerdel", wie ihn Vertraute nennen, dem Sport verschrieben - zunächst dem Fußball, später dem Tischtennis. Seine Stollenschuhe hat er an den Nagel gehängt, auch wenn sie einst sein Lebenselixier waren. An der Platte aber freut er sich, wenn im Verbund mit Co-Trainer Sven Hunger die Nachwuchsarbeit fruchtet. Zudem sind die beiden seit Jahr und Tag Bestandteil der Mannschaft des SVK, die es bis in die Bezirksklasse schaffte und mehrmals Kreis- und Erzgebirgspokalsieger war.

Beruflich begann er seine Maurerlehre in jenem Betrieb, in dem er nach 46 Jahren heute noch beschäftigt ist. Kontinuität spielt auch privat eine Rolle. So ist er seit 40 Jahren glücklich mit Ehefrau Sieglinde verheiratet, Vater zweier Söhne und Opa von drei Enkelkindern. Doch selbst während des kräftezehrenden Eigenheimbaus büßte der Sport im Alltag seinen Stellenwert nicht ein. Gerd Langer erinnert sich an die Jahre zwischen 1986 und 1988: "Früh habe ich die Wände verputzt, dann ging's zum Fußball und abends habe ich den Putz verrieben." Seine Frau hielt ihm den Rücken frei und brachte viel Verständnis auf für das zeitaufwendige Hobby ihres Mannes. Selbst während Familienfeiern hatte der Sport oft Vorrang. Hier verschwand Langer sonntags zwischendurch nicht selten von der Festgesellschaft, weil er mit der Fußballmannschaft unterwegs war und auch nach seiner Zeit als Spieler als Linienrichter auf dem Platz stand. Gleichzeitig widmete er sich intensiver dem Tischtennis. Zu Spitzenzeiten war ein Wochenende in den beiden Sportarten mit bis zu sechs Terminen vollgepackt.

Mittlerweile beschränkt sich Gerd Langer auf Tischtennis, widmet die Zeit seinen Enkeln oder werkelt im großen und altertümlich arrangierten Garten mit historischen Landmaschinen. Bei Kurzurlauben innerhalb Deutschlands als Dauergäste beim Biathlon in Oberhof sind die Langers ebenfalls anzutreffen. Derzeit fällt alles aus - so wie auch die Feier zum Jubiläumsgeburtstag. "Sie wird in großem Rahmen nachgeholt", so Gerd Langer. (ritz)

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