Geyer nimmt Winterspaß ins Schlepptau

68 Starter-Duos haben beim 12. Ski-Kjöring um die schnellste Zeit im Schnee gekämpft. Ein Teilnehmer sicherte sich eine tropische Belohnung.

Geyer.

Wer am vergangenen Samstag das Areal des Freizeitbades Greifensteine ansteuerte, hatte die Wahl: Entweder im Hallenbad das Wasser im flüssigen Aggregatzustand genießen oder auf dem Feld daneben zusehen, wie Winter- und Motorsportler auf dem Eis gemeinsame Sache machen. Nach dem Ausfall der 2018er Ausgabe war es durch den vielen Schnee dieses Jahr wieder möglich, dass der TSV Geyer mit seiner Motorsportabteilung die 12. Ortsmeisterschaft im Ski-Kjöring veranstaltete. Dabei duellierten sich Duos - bestehend aus einem Skifahrer oder Snowboarder und gezogen von einem Motorrad, Quad oder Motorschlitten - in sieben Wettkampfklassen um die schnellste Rundenzeit. Bedingung war, dass beide gemeinsam das Ziel erreichen. In einer Sonderwertung gab es sogar die 1-PS-Variante, wo ein Pferd die knatternden Zuggeräte ersetzte.

Auf der Strecke ging es den ganzen Tag rund. Der Ansager im weiten, weißen Rund formulierte treffend: "Es sind heute keine optimalen, aber aushaltbare Wetterverhältnisse." Die Zuschauer in dicken Winterjacken, mit Glühwein und Kaffee in der Hand, waren darauf eingestellt. Sie verfolgten begeistert, wie kleine und große Motor- und Wintersportler teils mit Schneeketten den Untergrund im Kampf um die Bestzeit zerpflügten. Für viele standen aber nicht das Ergebnis, sondern das Mitmachen und der Spaßhaben im Vordergrund. Dennoch durfte sich Lokalmatador Karsten Gerlach über Podestplätze in der 125-ccm-Motorradklasse freuen. Silber holte er sich mit Ronny Köhler und Bronze mit Florian Eigner als Anhänger. "Wir sind seit Gründung der Abteilung mit dabei. Am Wettbewerb hatte ich aber zehn Jahre nicht teilgenommen. Nun bin ich dieses Mal wieder am Start, es macht zusammen mit meinem Kumpel Ronny richtig Laune", sagte Gerlach. Und Köhler ergänzte: "Hinten am Motorrad dran kann ich immer noch etwas korrigieren, wenn das Fahrzeug vorne zu sehr wegmacht." Beim Quad oder Motorschlitten sei der Hänger dem "Gashändchen" des Vordermanns dagegen voll und ganz ausgeliefert.

Auf einem allradgetrieben Quad waren Markus Stopp und Hänger André Augustin aus Geyer unterwegs. Zu seiner dritten Teilnahme sagte Stopp: "Der Schnee war vielleicht etwas weich, aber wir sind gut durchgekommen." Er habe gegenüber den reinen Hecktrieblern zwar Vorteile, dennoch sei ein ständiger Blick in den Rückspiegel notwendig, um sicher zu gehen, dass sein Begleiter nicht an ihm vorbei segelt oder unterwegs verloren geht.

Eine Premiere feierte Reiterin Kristin Kreller aus Niederlauterstein in der Sonderklasse. Auf ihrem Pferd Casanova und mit der Pobershauerin Katja Steinbrücker im Schlepptau holte sie sich den 1.Platz. "Man muss schon etwas darauf achten, ein Pferd auszusuchen, das den ganzen Motorenlärm gut wegsteckt", sagte Steinbrücker. "Casanova hat seine Sache gut gemacht und bekommt heute Abend eine Banane von mir."

Über den Tag verteilt zog es rund 1500 Zuschauer an die Strecke. "Wir und auch die Betreiber der Verpflegungsstände sind mit der diesjährigen Auflage mehr als zufrieden", sagte Peter Groß vom TSV Geyer, der mit 70 Helfern die Veranstaltung stemmte. "Alle Teilnehmer haben ihre Runden ohne große Blessuren überstanden und auch die angespannte Parkplatzsituation konnte in Zusammenarbeit mit der Polizei gelöst werden." Durch den vielen Schnee auf den Stellflächen kam es in der Anfahrt zum Greifensteinbad aber oft zu kleinen Staus.

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