Gipfelduell verloren, Aufstieg verpasst

Im Endspiel um den Meistertitel in der Schach-Bezirksliga hat die zweite Mannschaft des SV Erzgebirge Stollberg gegen Reichenbrand verloren. Nicht die einzige bittere Pille für die Teams aus der Region.

Stollberg/Neukirchen.

Es hat nicht sein sollen. Die Schachspieler des SV Stollberg Erzgebirge werden auch in der kommenden Saison in der 1. Bezirksklasse (Staffel B) an den Start gehen müssen. Im Gipfelduell unterlag der Tabellenzweite zuhause Spitzenreiter Eiche Reichenbrand III mit 3:5. Um den Aufstieg in die Bezirksliga klarzumachen, hätten die Gastgeber die Partie gewinnen müssen.

Dabei waren die Stollberger in Bestbesetzung angetreten - im Gegensatz zu den Chemnitzern, die mit drei Ersatzspielern anreisten. Dabei sah es anfangs noch gut aus: Steffen Carlowitz gewann das erste Spiel schnell, Gerd Rudolph und Fredo Meier erkämpften jeweils ein Remis. Doch dann wendeten die Gäste das Blatt. Wilfried Hahn verlor auf Stollberger Seite nicht nur eine wichtige Figur, sondern auch seine Partie - genau wie Mannschaftsleiter Joachim Schreiber, sonst eine Bank, der diesmal allerdings in Zeitnot geriet. Da auch Steffen Hold eine turbulente Partie am Ende abgab, nützten die Remis von Michael Rößler am Spitzenbrett sowie von Jens Bochmann am zweiten Brett auch nichts mehr - auch wenn diese gegen sehr starke Gegner errungen wurden.

Die Stollberger könnten in der kommenden Saison in ihrer Liga Gesellschaft von der zweiten Mannschaft der SG Neukirchen bekommen, die eine Etage höher am letzten Spieltag ein Fiasko erlebte. Stand die Mannschaft die meiste Zeit in dieser Saison über den Abstiegsrängen, so stürzte sie am letzten Bezirksliga-Spieltag noch auf den letzten Platz ab. Grund dafür war eine unglückliche 3,5:4,5-Niederlage gegen den Tabellenvierten Ifa Chemnitz, während gleichzeitig Schlusslicht Schwarzenberg-Raschau dem Spitzenreiter aus Reichenbach mit acht Remis ein 4:4-Unentschieden abtrotzte und sich noch auf Platz 8 verbesserte.

Die erste Mannschaft der SG Neukirchen verabschiedete sich hingegen mit einem Sieg aus der 2. Landesklasse C. Mit dem Höchstergebnis von 8:0 besiegten die Neukirchener den schon länger feststehenden Meister der SG Blumenau - allerdings nicht an den Brettern. Vielmehr hatte der Aufsteiger in die 1. Landesklasse die Partie im Vorfeld abgesagt. "Unsportlich", so lautete der Tenor aus den Reihen der Gastgeber, die die Saison als Sechster - einen Platz schlechter als im vergangenen Jahr - beendeten, allerdings nie ernsthaft in Abstiegsgefahr gerieten.

In derselben Staffel kassierte das Stollberger Flaggschiff zum Saisonausklang noch einmal eine Niederlage. Ohne ihr Spitzenduo, die Gebrüder Martin und Stefan Kapp, zogen sie zuhause gegen die zweite Vertretung der USG Chemnitz klar und deutlich mit 2,5:5,5 den Kürzeren. Dabei gewann Gerd Wetzel sogar noch einen Zähler kampflos. Die übrigen anderthalb Zähler fielen auf Unentschieden von Dirk Fischer, Wolfgang Bär und Jens Hänel, die zum Teil gegen sehr starke Gegner ran mussten. Dirk Kristen hatte sich am vierten Brett eine Siegstellung erarbeitet, verlor dann aber seine Dame und damit die Partie. Am achten Brett gab Torsten Rother zudem sein Debüt bei den Stollbergern, im Duell mit Rainer Kutscha hatte er aber keine Chance. Auch Vereinschef Jürgen Steinhardt gab seine Partie ab, ebenso wie Hans Vogel, mit 88 Jahren der "Methusalem" bei den Stollbergern - die, mit Aufstiegsambitionen gestartet, am Ende Platz 4 belegen. Mit einem Erfolgserlebnis beendeten schließlich die Spieler des TSV Elektronik Gornsdorf ihre Saison in der A-Staffel der 1. Bezirksklasse. Beim 5:3-Heimsieg gegen den Vorletzten Siebenlehn verloren die Gornsdorfer keine Partie. Da Konkurrent Niederwiesa II bei Meister Lengefeld nicht gewann, schob sich der TSV noch auf Platz 2 vor.

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