Gornsdorfer Kicker starten furios

In der Quali zum Erzgebirgspokal haben sich die Elektroniker gestern klar mit 4:0 gegen Deutschneudorf durchgesetzt. Auch Oelsnitz legte einen überzeugenden Auftritt hin.

Gornsdorf/Oelsnitz.

Auf dem Papier hatte es im Vorfeld nach einer knappen Kiste ausgesehen. Der SV Blau-Weiß Deutschneudorf, seines Zeichens Absteiger aus der Erzgebirgsliga, traf in Gornsdorf auf einen etablierten Kreisligisten. Zwei Teams, die in der kommenden Saison auch in der Liga gegeneinander antreten müssten, wäre das eine nicht der Ost- und das andere der Weststaffel zugeordnet.

Doch es kam ganz anders. Statt einem Aufeinandertreffen auf Augenhöhe sahen die 25 Zuschauer auf dem Gornsdorfer Kunstrasenplatz am Volkshaus einen furiosen TSV, der die Gäste vom Erzgebirgskamm förmlich überrollte. David Haase eröffnete nach gut einer halben Stunde den Torreigen. Tom Hirsch (72.), Johannes Näfe (85.) und erneut David Haase (88.) sorgten schließlich für den Kantersieg. Olaf Mehnert, der Deutschneudorfer Coach, war hinterher bedient. "Nach dem zweiten Gegentor hat meine Mannschaft. Aber schon vorher ist nicht viel zusammengelaufen", so der Trainer, der von einem "Schuss vor den Bug" sprach. Die Gornsdorfer indes treten nun am Sonntag bei der SV Mittweidatal 06 Raschau-Markersbach in der ersten Hauptrunde an.

In dieser steht auch der Oelsnitzer FC. Der Erzgebirgsligist setzte sich beim SV Affalter souverän mit 2:0 durch. Neuzugang Markus Langer, der in der vergangenen Saison noch beim SV Lugau spielte, brachte die Gelb-Schwarzen kurz vor dem Pausenpfiff mit 1:0 in Führung. In der 88. Minute sorgte der eingewechselte Steven Thomas dann für die Entscheidung. "In der ersten Hälfte haben wir sehr kontrolliert gespielt und so gut wie keine Chance zugelassen", sagte Trainer André Förster. Generell versuche sein Team stets aus einer gesicherten Defensive heraus nach vorne zu spielen. Und dies habe gegen den Kreisligisten vor der Pause gut geklappt. Nach Wiederanpfiff hingegen kam Affalter dann aber doch zu einigen Chancen, die der Oelsnitzer Torhüter Daniel Dürr teilweise glänzend zunichte machte. "Aber dafür steht er schließlich hinten drin", sagte der Coach trocken. Die sprichwörtlichen Messen gesungen waren aber tatsächlich erst nach dem zweiten Tor. "Wir hätten schon viel eher für die Entscheidung sorgen müssen, sind mit unseren Gelegenheiten aber viel zu schlampig umgegangen", so Förster. Der Pokalwettbewerb sei vom Stellenwert her gegenüber der Liga nachrangig, aber dennoch nicht zu unterschätzten. "Wenn man sich dafür einmal qualifiziert hat, dann will man auch möglichst weit kommen", sagt der Trainer. In der vergangenen Saison war sein Team in der ersten Runde mit 1:3 gegen die Reserve von Concordia Schneeberg ausgeschieden. Diesmal soll es weiter gehen. Schon am kommenden Sonntag wartet in der ersten Pokalrunde mit Pockau-Lengefeld ein Team aus der eingenen Spielklasse auf die Oelsnitzer. Der Ligaalltag beginnt dann eine Woche später mit der Partie in Auerhammer. "Ein schwieriger Auftaktgegner", so Förster.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...