Große Moral wird in letzter Sekunde belohnt

Fußball, Landesklasse: FSV Motor Marienberg wendet beim 2:1 gegen den Oberlungwitzer SV das Blatt

Marienberg.

Nicht einmal auf ihrem Mannschaftsfoto sind sich die Fußballer des FSV Motor Marienberg so nahe gekommen. Am Sonntagnachmittag bildeten sie auf dem heimischen Rasen im Lautengrundstadion aufeinanderliegend eine große Jubeltraube. Fast erdrückt von seinen Kollegen, befand sich ganz unten Kenny Schmidt, der gegen den Oberlungwitzer SV in letzter Sekunde zum 2:1-Sieg getroffen hatte.

Ein Dreier war in dieser Partie fest eingeplant. Schließlich gehört der Aufsteiger aus Oberlungwitz in der Landesklasse West nur zum Mittelmaß, während die Motor-Kicker sich zum ärgsten Verfolger von Spitzenreiter Glauchau aufgeschwungen haben. Der Rückstand von vier Punkten auf den VfB Empor drohte aber anzuwachsen, denn Marienberg lag zur Pause 0:1 hinten. Am Ende herrschte aber Jubel pur, denn das gesamte Team hatte tolle Moral bewiesen - angefangen bei Torhüter Toni Grabowski, der drei Minuten nach dem Seitenwechsel einen Handelfmeter parierte.

"Wenn es ganz dumm verläuft, verlieren wir diese Partie sogar", gesteht Motor-Trainer Ronny Rother. Allerdings wäre dies in seinen Augen höchst unverdient gewesen, da sein Team schon die erste Halbzeit dominiert habe. Problem war nur der fehlende Abschluss: "Bis ins letzte Drittel haben wir es gut gespielt, aber dann fehlte der letzte Pass." Das wollten die Hausherren nach der Pause ändern - und hätten beinahe den nächsten Nackenschlag kassiert. Dann rüttelte Grabobwskis Parate die Vorderleute aber wach.

Mit der von Rother geforderten Konsequenz nahm die Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu. Als dann Schmidt einen Einwurf verlängerte und Maximilian Schreiter per Seitfallzieher gekonnt vollendete (60.), war der Bann gebrochen. Ab da war es laut Rother nur noch eine Frage der Zeit, wann das Siegtor fällt. "Alle drei, vier Minuten erspielten wir uns gute Chancen", berichtet der Trainer. Doch mal landete der Ball an der Lattte, mal in den Händen des Keepers und mal ging er neben das Tor. Bis zur 90. Minute als Schmidt nach einem Haken gekonnt abschloss. "Das war ganz wichtig für die Moral", betont Rother. (anr)

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