Gut gewirtschaftet: Verband zahlt zurück

Fußball: Im Erzgebirgsverband wurden Regeländerungen besprochen und die nächste Pokalrunde ausgelost

Thum.

Kleine Regelkunde, Ehrungen, Berichte - die Jahrestagung des Kreisverbandes Fußball lief am Donnerstagabend wie am Schnürchen. Rund 120 Vertreter aus den Vereinen waren ins Gymnasium Thum gekommen, um sich zu informieren.

In seinem Statement betonte Verbandsvorsitzender Jörg Prager, dass der Erzgebirgsverband der drittbeste in Sachsen sei. "Aber wir haben verloren, hatten drei Absteiger aus der Landesklasse und den Fall Olbernhau, der unsere Position im Land schwächt", legte er dennoch den Finger in die Wunde. Dagegen sei es gelungen, einige Positionen im Sinne der Kreisverbände zu verhindern. Etwa, dass Landes- und Kreisoberligavereine bereits jetzt mehr Schiedsrichter zu stellen haben oder die Anzahl der Saisonpflichteinsätze der Schiedsrichter von 15 auf 20 zu erhöhen. Prager teilte mit, dass der Kreisverband in den vergangenen Monaten gut gewirtschaftet habe - und deshalb Geld zurückzahle. "In Summe sind es 12.000 Euro", so Prager. Ergebnis: Die Mietpauschale für den Bus wird von 20 auf 10 Cent pro Kilometer halbiert, für Nachwuchsmannschaften wird keine Meldegebühr erhoben, es gibt Prämien für Vereine, die mehr Unparteiische als vorgeschrieben haben, die Saisonhefte kosten 50 Cent weniger als bisher und Schiedsrichter mit mehr als 50 Einsätzen erhalten eine persönliche Prämie von 100 Euro.

Thomas Renner ging als Chef des Schiedsrichterausschusses ging auf Regeländerungen ein: Bei Auswechslungen das Platzverlassen auf kürzestem Weg, keine Angreifer mehr in der Abwehrmauer, Weiterspielen oder Schiedsrichterball bei Ballberührungen durch den Unparteiischen, Gelb und Rot für Offizielle, Ball- oder Seitenwahl beim Anstoß waren einige davon. Dennoch bleiben Fragen, die selbst noch zu klären sind. Etwa, ab wann es eine Sperre für Teambetreuer gibt und wie lange diese dann dauert. Weitgehend offen bleibe auch die Auslegung des Handspiels: "Die Regel ist anders unklar als bisher", formulierte es Kreisgeschäftsführer Jens Breidel. Weil sie zu vielschichtig und zu undurchsichtig ist, wurde über sie gar nicht erst debattiert. Sportrichterin Caroline Schiller-Woters loste zum Schluss die Pokalansetzungen aus. (mas)

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