Gutes Gefühl in grandiosem Gefährt

Heimvorteil, verwinkelte Straßen, hohes Tempo: Für Carsten Mohe kann es kaum etwas Besseres geben als die Sachsen-Rallye. Am Donnerstag geht es in Zwickau los. Dort wollen auch andere Erzgebirger auftrumpfen.

Crottendorf.

Als Führender in der Wertung der zweiradgetriebenen Fahrzeuge geht Carsten Mohe dieser Tage mit seinem Co-Piloten Alexander Hirsch in die AvD-Sachsen-Rallye. Doch nicht allein deshalb hat der Crottendorfer ein gutes Gefühl. "Ich mag das Rennen bei Zwickau, dort kommen wir normalerweise immer gut zurecht", gibt sich der 46-Jährige optimistisch.

Seit etwa drei Jahren hat er Alexander Hirsch an seiner Seite, seit einem Jahr sitzen sie im Renault Megane Maxi. "Wir sind ein gut eingespieltes Team und freuen uns auf unsere Heimveranstaltung", untermauert Mohe seine Ansprüche. Auf dem welligen Asphalt, der trotzdem unterschiedlich beschaffen ist, mag er es zu fahren. "Unbeständiges Wetter und enge Naturstraßen kommen meinem Stil entgegen. Es geht ja stellenweise trotzdem mit 180 Sachen durch den Wald", so der Kfz-Meister, der seinem zwölften Rennen in Zwickau entgegensieht: "Deshalb können wir hier viel Erfahrung einbringen. Dennoch geht jeder Wettbewerb bei null los", so der Crottendorfer, der diesmal sogar auf die Hilfe seines Hauptsponsors bauen darf.

"Auf Teufel komm' raus" wird er dennoch nicht durch die Lande preschen. "Wir haben den Mastertitel zum Ziel. Da geht es auch um Köpfchen und Punkte für die Gesamtwertung", so Mohe, der nach den sieben Veranstaltungen Erster sein will. Da könne es schon passieren, dass mal das Gaspedal ein bisschen weniger durchgedrückt wird, wenn es die Situation erfordert. Aber: Zwickau ist etwas Besonderes, schon weil das Fahrerlager mitten im Zentrum zwischen Hauptmarkt, Kornmarkt und Domhof liegt, sagt Mohe. Auch, dass zwei Bundesstraßen für die Rennen gesperrt werden, gibt es nicht überall. "Es ist toll, mitten durchs Leben und nicht durch ein abgelegenes Industriegebiet fahren zu dürfen."

Aus der Region werden auch andere Duos von tausenden Fans beobachtet und angefeuert. Denn unter den 73 Teilnehmern, die sich in diesem Jahr für die Sachsen-Rallye angemeldet haben, sitzen Ron Schumann aus Stollberg, Ulf Linnbach aus Hohndorf und Tina Wiegand aus Zwönitz hinter dem Steuer. Mit ihren Co-Piloten wollen sie möglichst mit den Besten mithalten oder zu Publikumslieblingen wie Ruben und Petra Zeltner aus Lichtenstein im Porsche avancieren. Auch der Grünhainer Sepp Wiegand, der einen Opel Adam R2 steuert, wird die Blicke auf sich ziehen.

Die diesjährige Sachsen-Rallye besteht aus zwölf Sonderprüfungen. Rallyeleiter Michael Görlich präsentiert dabei auch zwei komplett neue Abschnitte, die in Rößnitz und Pöhl gestartet werden. "Am Wochenende haben wir 800 bis 1000 Leute im Einsatz, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen", fügt er an. Einer der Höhepunkte wird für die Rallyefans wie immer der Rundkurs "Glück-Auf-Brücke" sein. Am Freitagabend sind die Fahrzeuge gleich zweimal dort zu sehen. Der offizielle Showstart erfolgt zuvor ab 16.30 Uhr auf dem Kornmarkt in Zwickau.

Gegen 19 Uhr werden die ersten Autos im Ziel erwartet.

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