Härtetest für Mensch und Material

Trotz Corona geht dieses Wochenende die Lausitz-Rallye über die Bühne. Rund um Boxberg mischen auch drei Grünhainer Teams mit - und greifen nach Titeln.

Grünhain.

Manche reiben sich verwundert die Augen, doch die Lausitz-Rallye rund um Boxberg steigt trotz der aktuell strengen Corona-Regeln. Die wilde Hatz über losen Untergrund ist als Profisport mit europäischem Format klassifiziert - und geht deshalb ab diesen Freitag in die Vollen.

Auch drei Teams des MC Grünhain nehmen die Rallye unter die Räder. Für sie geht es nicht um Zähler in der European Rallye Trophy, sondern um Punkte für ADMV-Rallye-Meisterschaft und Schotter-Cup. Aktuell stehen 77 Teams aus zehn Ländern in der Nennliste. Sechs Duos kommen aus dem Erzgebirge, darunter besagtes Trio vom MCG. Lukas Heinze/Clara Bettge im Nissan Micra, Bernd Knüpfer/Daniel Herzig im Opel Astra OPC und Andreas Schramm/René Meier im VW Polo GTI. Das Erzgebirge komplettieren der Crottendorfer Carsten Mohe mit Alexander Hirsch, die Annaberger Pierre Günther und Markus Ernst sowie Dirk Richter aus Dresden, dem die Zwönitzerin Anja Vogel das Gebetbuch vorliest. Der Start erfolgt diesen Freitag in der Arena über elf Kilometer. Insgesamt stehen 345 Kilometer im Aufschrieb, davon 165 Kilometer in Wertung. Die Besten werden am Sonnabend gegen 19.15 Uhr im Ziel erwartet - nach zwölf Prüfungen, die jedoch ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Fans an der Strecke sind strengstens verboten. Wer dennoch anreist, nimmt hohe Bußgelder in Kauf und gefährdet die gesamte Hatz, der dann ein sofortiger Abbruch droht.

Aus Sicht des MC Grünhain geht es an diesem Wochenende insbesondere für Knüpfer und Herzig um viel. Denn der Postbote aus Greiz und der Servicemechaniker aus Adorf in Neukirchen im Erzgebirge sind Führende der ADMV-Meisterschaft und liegen im Kampf um den Schotter-Cup nach zwei überzeugenden Auftritten in Bad Schmiedeberg und an der Ostsee ebenfalls aussichtsreich im Rennen - nur hauchdünn ist der Rückstand zum Führungs-Duo in dieser Serie. Sie könnten im Optimalfall beide Trophäen der verkürzten Saison nach Hause holen. Das wäre auch deswegen ein achtbarer Erfolg, da sie ihren fahrbaren Untersatz dieses Jahr das erste Mal im Einsatz haben. Doch auch Heinze/Bettge vom MCG könnten im Kampf um den ADMV-Titel für eine Überraschung sorgen, starten sie doch in ihrer Klasse als klare Favoriten - abgerechnet wird allerdings am Schluss. Die Lausitz-Rallye verlangt Mensch und Material gewöhnlich alles ab. (mit dwol)

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