Handwerkerinnen melden sich nach zehn Jahren zurück

Die Tannenberger Tischtennis-Damen haben den Aufstieg in die Sachsenliga geschafft. Es war aber eine knappe Angelegenheit.

Tannenberg.

Zwei Sätze haben am Ende darüber entschieden, in welcher Spielklasse die erste Damenmannschaft des TTSV Handwerk Tannenberg in der neuen Tischtennis-Saison antritt. Nachdem die Erzgebirgerinnen den 2. Platz hinter den souveränen Aufsteigerinnen aus Döbeln belegten, mussten die TTSV-Damen noch ein Relegationsspiel gegen den Zweiten der anderen Staffel, den TTC Neukirch bestreiten. Nach allen Duellen stand es 7:7. Die Entscheidung zugunsten der Handwerkerinnen fiel durch die bessere Satzbilanz. Der Jubel war groß und zum ersten Mal seit zehn Jahren schlagen sie in der höchsten sächsischen Spielklasse auf.

Ein Erfolg, mit dem die Tannenbergerinnen vor der Saison nicht gerechnet haben. "Wir haben zwar schon mit einem Auge Richtung Aufstieg geschielt", sagt Mannschaftsführerin Maria Franz. "Aber wirklich damit gerechnet haben wir nicht." Erst im Laufe der Saison habe man sich auf die Situation eingestellt, erklärt die 21-Jährige.

"Wir haben von Spiel von zu Spiel gedacht. Dass Döbeln vornweg marschiert war schnell klar, also wollten wir den Relegationsrang halten", erzählt Maria Franz, deren Schwester Linda ebenfalls im Team spielt. Auch habe man regelmäßig Unterstützung aus der zweiten Mannschaft gebraucht, da immer wieder mal eine Spielerin ausfiel. "Aber meine Schwester hat das super organisiert, auch wenn es um Spielverlegungen ging", so Franz, die bis vor zwei Jahren beim BSC Rapid Chemnitz in der Oberliga gespielt hat. Sie kennt also die höheren Spielklassen und weiß, welchen Stellenwert der Aufstieg für die Tannenbergerinnen besitzt. "Das ist eine wirklich sehr stark besetzte Staffel. Bis auf Döbeln war das Feld sehr eng beieinander. Umso schöner, dass wir es geschafft haben", sagt sie.

Einfacher wird es in der neuen Spielzeit und der neuen Liga natürlich nicht. "Die Sachsenliga ist schon wieder eine ganz andere Hausnummer", erklärt Maria Franz. Dabei werden die Erzgebirgerinnen ohne personelle Verstärkung auskommen müssen. "Wir haben wirklich alles versucht, um neue Spielerinnen zu finden. Leider vergebens", erzählt Maria Franz enttäuscht. Auch der Blick ins nahe Tschechien habe keine neue Mitspielerin gebracht. Das Ziel für die neue Spielzeit ist also von vornherein klar. Franz: "Alles andere als der Klassenerhalt wäre vermessen."

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