Heimvorteil unter der Mai-Sommersonne zahlt sich aus

In der Fußball-Landesklase West haben Thalheim und Stollberg zu Hause gewonnen. Eine Abreibung gab's für Burkhardtsdorf.

Stollberg.

Auf der Sonnenseite haben am Wochenende nur die Kicker des SV Tanne Thalheim und des FC Stollberg gestanden. Burkhardtsdorf ging auswärts baden.

SV Tanne Thalheim gg. BSV Gelenau 5:2 (3:1). Im Derby gegen den BSV Gelenau um Ex-Keeper Jens Voigt haben die Drei-Tannen-Städter den ersten Heimsieg im Jahr 2017 eingefahren. Bis zum deutlichen 5:2 dauerte es jedoch eine Weile. So verpasste der am langen Pfosten postierte Manuel Grasse nach einer Ecke von links durch David Koch die Führung nur knapp (15.). Fünf Minuten später erwies sich ein Elfmeter nach Foul an Koch als Türöffner. Voigt hatte gegen Ex-Teamkollege Grasse zwar die Ecke geahnt. Dennoch saß der Schuss rechts unten. Die Gäste blieben aber vor allem durch Lars Kolditz gefährlich. In der 23. Minute kratzte Marc Meyer einen Heber des BSV-Kapitäns von der Linie. Wiederum drei Minuten später nutzte Stephan Müller einen Stellungsfehler in der BSV-Abwehr aus. Er traf per Flachschuss von halbrechts ins lange Eck zum 2:0. Unmittelbar nach Wiederanstoß sorgte Kolditz mit einem abgefälschten Schuss für den Anschlusstreffer. Doch schon nach weiteren 180 Sekunden stellte Koch nach Vorlage von Grasse den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Damit ging es in die Kabinen. Blieb den Gästen vor der Pause ein Elfmeter verwehrt, war der Strafstoß für Gelenau in der 49. Minute umstritten. SVT-Keeper Daniel Lieback hielt jedoch gegen Kolditz. Im weiteren Verlauf vergaben Grasse als auch Robert Nitzsche das mögliche 4:1. Für dieses sorgte Philipp Vogel, der nach einem Konter von der Strafraumkante traf (60.). Zwar ließ Kolditz mit eier 20-Meter-Fackel in den Winkel die Gäste nochmals hoffen. In der Schlussminute war es jedoch Christian Pafel, der mit einem Heber für den Endstand sorgte.

SVT Lieback, Wetzel, Vogel (63. Hedusch), Pafel, Koch (77. Barthold), Nitzsche, Teichert, Kretzschmar, Müller (63. Msalam), Grasse, Meyer; SR: Ullmann (Bockau); T: 1:0 Grasse (20., FE), 2:0 Müller (26.), 2:1/4:2 L. Kolditz (27./77.), 3:1 Koch (30.), 4:1 Vogel (60.), 5:2 Pafel (90.); Z: 133

FC Stollberg gg. VfB Fortuna Chemnitz 2:1 (1:0). Mit dem Dreier knackte der FCS die 40-Punkte-Marke, womit trotz häufiger Personalprobleme das Saisonziel erreicht ist. Gestern verdienten sich aber auch die Chemnitzer Gäste ein Lob. Beide Teams boten bei tropischen Temperaturen auf heißem Kunstrasen über weite Strecken eine flotte Partie. Stollberg war im ersten Durchgang das bessere Team. Der erstmals im Männerbereich eingesetzte Toby Ammon hatte in der 11. und 18. Minute zweimal die Möglichkeit zum Führungstor. Bei einem Schuss von Lukas John vier Minuten später zeigte sich der Gästetorwart auf dem Posten. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte sich der agile Lukas John in der gegnerischen Abwehr energisch durch und traf zum 1:0. Die bis dato einzige Möglichkeit für den VfB gab es in Minute 41. Nach dem Wechsel hatten die Gäste mehr vom Spiel. Der FCS um Trainer Mirko Ullmann konnte nur noch selten für Entlastung sorgen, der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit. So kam es dann auch in der 78. Minute, als Florian Rüger nach Vorlage des eingewechselten, für viel Alarm sorgenden Chris Schneider zum 1:1 traf. Zu dem Zeitpunkt war der Gast dem Siegtor näher als der FCS. Aber der Fußball schreibt halt seine eigenen Gechichten. Der Sekunden vorher eingewechselte Martin Rabe nahm in der 89. Minute mit seiner ersten Ballberührung Maß und schmetterte die Kugel vom rechten Strafraumeck an den Pfosten des linken Torwinkels, von wo aus der Ball ins Netz prallte. Statt des 11. Remis im Saisonverlauf, welches wohl gerechtfertigt gewesen wäre, verbuchten die Stollberger Saisonsieg Nr. 10.

FCS Hoyer; Grießbach (87. Rabe), Ammon, C. Uhlmann, Neubert (43. Jacob), Günther, Prasse, Kreißel, Knopf (90. Kinas), John, Andrä

SR: Vogt (Treuen); T: 1:0 John (45.), 1:1 Rüger (78.), 2:1 Rabe; Z: 95

SV Kottengrün gg. FSV Burkhardtsdorf 5:1 (4:0). Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn sind die Burkhardtsdorfer meilenwert von einem Erfolgserlebnis entfernt gewesen. "Beschämender Auftritt von uns", bilanzierte FSV-Coach Mirko Krebs nach der herben Klatsche für das Schlusslicht beim Tabellenvorletzten. "Kottengrün hatte Kreisliga-Niveau, wir lagen deutlich darunter", so Krebs, der dennoch genügend Tormöglichkeiten für sein Team verzeichnen konnte. "Kottengrün stand relativ hoch, aber wir haben es nur ein einziges Mal geschafft, hinter ihre Abwehr zu kommen." Eine Minute nach seiner Einwechslung traf Co-Trainer Sven Lieberwirth zum zwischenzeitlichen 4:1 ins Gehäuse. Nach einem Pass in die Tiefe schnappte sich der 47-Jährige die Kugel und schlenzte sie aus 16 Metern ins Tor. (mit tka)

FSV Uhlich; Kmuch, Oelschlägel, Streckenbach (85. Bielke), Musick, Roscher (46. Roscher), Thierfelder, Stiehler, Lades, Weiß, Gorlt

SR: Rückert (Zwickau); T: 1:0 Dörks (5.) 2:0/ 3:0/4:0 Trippner (10./41./42.), 4:1 Lieberwirth (47.), 5:1 Wienhold (86.); Z: 16

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