Heute muss Aue zu Trinks entscheiden

Mit 26 Profis ist der Kader des Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue quantitativ gut besetzt. Jetzt stehen weitere Personalien an.

Aue.

11 aus 18 aus 26: Diese Zahlen muss Pavel Dotchev in dieser Woche wieder mit Namen füllen. Bis Donnerstagvormittag, wenn der Trainer des Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue in den Bus zum Auswärtsspiel am Samstag in Sandhausen steigt, muss er entschieden haben, welche 18 Profis er am 18. Spieltag in den Kader beruft. 26 Spieler hat der 51-Jährige zur Auswahl, 11 können nur in der Startformation stehen. "Es wird Härtefälle geben", so der Trainer.

Beim 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim am vergangenen Sonnabend traf es mit Simon Skarlatidis, Julian Riedel und Fabio Kaufmann gleich drei Akteure, die unter Dotchev bereits von Beginn an spielten. Dem Trio war in den Kabinengängen anzumerken, dass die Freude über die drei Punkte getrübt war. "Weiterkämpfen. Alles geben", sagte Skarlatidis mit Blick auf die anstehende Trainingswoche. Für den Deutschgriechen kam die Nichtberücksichtigung überraschend. Schließlich hatte der 25-Jährige in der Vorbereitung überzeugt, im abschließenden Test vor dem Rückrundestart gegen den tschechischen Zweitligisten Banik Sokolov (2:0) ein Tor erzielt.

Auf der Position von Skarlatidis und Kaufmann im rechten Mittelfeld sorgte Dotchev gegen Heidenheim für eine Überraschung. Rechtsverteidiger Calogero Rizzuto, der seinen Stammplatz in der Abwehrkette in der Wintervorbereitung an Fabian Kalig verloren hatte, agierte offensiv auf dem Flügel. "Heidenheims linke Seite mit Marc Schnatterer und Arne Feick ist sehr gut. Ich wollte ihre Wege eingrenzen", erklärte Dotchev die Umstellung. Defensiv fruchtete die Idee, offensiv war Dotchev allerdings nicht zufrieden: "Es hat funktioniert, aber ich habe mir mehr davon versprochen. Calogero hat seine Schnelligkeit nicht genutzt." Ein Härtefall?

Über einen Härtefall, der noch gar keinen Vertrag beim FCE besitzt, müssen die Verantwortlichen im Lößnitztal heute entscheiden: Florian Trinks. Seit knapp drei Wochen trainiert der offensive Mittelfeldspieler nun mit. Der 24-Jährige, der noch bei Ferencváros Budapest unter Vertrag steht, will in Aue bleiben. Er hat sich laut eigener Aussage mit Trainer Thomas Doll überworfen.

Bald soll die Entscheidung über die Verpflichtung von Trinks verkündet werden. Etwas anderes bleibt Aue ja auch gar nicht übrig, da heute Abend die Transferperiode endet.

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