Im Sturzflug Richtung Keller

Die Landesklasse-Kicker des FC Stollberg haben zuhause gegen Germania Chemnitz mit 0:3 verloren. Der Trainer ist nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge nun als Psychologe gefragt.

Stollberg.

Die Saison 2019/2020 schien eine sorgenfreie zu werden für die Fußballer des FC Stollberg. Der Aufsteiger startete stark in Pokal und Landesklasse und ließ am ersten Spieltag gleich mit einem Sieg gegen Landesliga-Absteiger Glauchau aufhorchen. Seitdem haben sich beide Vereine auseinanderentwickelt. Während die Glauchauer an der Tabellenspitze thronen und seitdem nicht wieder verloren haben, befinden sich die Stollberger im freien Fall. Nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie findet sich die Mannschaft nun auf Platz 12 wieder. Die 0:3-Niederlage gegen Germania Chemnitz beendete zugleich den Heimnimbus. Wettbewerbsübergreifend waren die Stollberger seit Beginn der vorigen Spielzeit unbesiegt.

Aufgrund der Defensivstärke der Germania, die in bislang elf Spielen nur elf Gegentore kassierte hat, hatte FCS-Coach Bernd Eichenmüller in Vorfeld gehofft, nicht in Rückstand zu geraten. Das klappte auch bis zur Pause. "Im ersten Durchgang hatte das Spiel nicht viel mit Fußball zu tun", sagte der 63-Jährige. Doch kurz nach dem Wiederanpfiff trafen die Gäste dann doch. Michael Schwenke durfte einen weiten Einwurf im Strafraum herunterpflücken und mit der zweiten Ballberührung im Gehäuse versenken. "So etwas darf im eigenen Strafraum überhaupt nicht passieren", so Eichenmüller. Beim zweiten Treffer der Altchemnitzer fand eine weite Flanke am langen Pfosten den Kopf von Timm Kubitzsch. Das dritte Tor durch Erik Hellfritzsch resultierte aus einem Konter. "Sicherlich ist der Sieg mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen. Wir hatten ebenfalls unsere Chancen, wenn auch nicht viele", so Eichenmüller. Der Plan, mit Schnelligkeit hinter die gegnerische Abwehr zu gelangen, sei missglückt. Generell fehle seinen Spielern im Augenblick das Selbstvertrauen. Das zeige sich zum Beispiel darin, dass zurückgespielt werde, wenn eigentlich Räume vorhanden sind. Mit weiterhin 13 Zählern auf dem Konto befinden sich die Stollberger nun im Abstiegskampf, was dem Stollberger Coach auch einige Falten in die Stirn gräbt. "Für das Thema Kampf haben wir eigentlich nicht die passenden Spieler. Wir definieren uns mehr über die spielerische Leichtigkeit, und die müssen wir wieder wecken", so Eichenmüller. Da nütze es auch wenig, den Hammer auszupacken. Am kommenden Wochenende geht es nach Reichenbach. Die Vogtländer stehen direkt hinter den Stollbergern, könnten aber mit einem Sieg vorbeiziehen.

StatistikStollberg: Hoyer, Friedrich (66. Tonne), Haase, Seim, John, Schubert, Schreiter, Meyer (60. Iser), Kreißel (82. Beck), Knopf, Schönichen; Tore: 0:1 Schwenke (47), 0:2 Kubitzsch (67.), 0:3 Hellfritzsch (88.); SR: Vogt (Treuen); Z: 50

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