In der Halle Maßstäbe gesetzt

Als bester Verein Sachsens haben die Leichathleten des LV 90 Erzgebirge bei den Mitteldeutschen Meisterschaften 17 Medaillen erkämpft. Aus lokaler Sicht gab es aber noch mehr Grund zur Freude.

Halle.

Drei Vereine aus der Region sind bei den Mitteldeutschen Hallen-Meisterschaften in Halle/Saale inklusive der Winterwurf-Wettbewerbe vertreten gewesen - und alle drei durften sich über Titel freuen. Mit insgesamt 17 Medaillen, verteilt über die Altersbereiche U16 bis U20, war der LV 90 Erzgebirge der erfolgreichste sächsische Verein. Doch auch andere Leichtathleten aus dem mittleren Erzgebirge trumpften in Sachsen-Anhalt auf.

Als Einzelkämpfer war Aaron Gläßer vom TSV Olbernhau an den Start gegangen. Und der 17-jährige Heidersdorfer erlebte laut Vater Jens Gläßer "den Höhepunkt seines bisherigen Sportlerlebens". Da der Junior nicht über einen eigenen 800-Gramm-Wettkampf-Speer verfügt, war er in Halle auf ein Wurfgerät des Veranstalters angewiesen. Beim Einwerfen kam Aaron Gläßer damit gar nicht zurecht. "Es fühlte sich so an, als ob der Speer beim Abwurf durchrutsche", so sein Eindruck. Nach vier mäßigen Versuchen platzte dann allerdings der Knoten. Mit einer persönlichen Bestweite von 48,74 Metern nahm der U-20-Starter am Ende die Goldmedaille in Empfang.

Aufs oberste Treppchen wurde bei der Siegerehrung auch Dennis Beck (SV 1870 Großolbersdorf) gebeten. Nachdem seine Schwester Patricia (U16) im Hammerwerfen Dritte geworden war, setzte er in der gleichen Disziplin sogar noch einen drauf. Mit 38,42 Metern warf er weiter als je zuvor - und auch weiter als die gesamte Konkurrenz. "Bislang hat er das Hammerwerfen nur nebenbei gemacht", sagt Mutter Nadine Beck. Kugel, Diskus und Speer standen im Fokus. Zuletzt wurde das Training mit dem Hammer aber intensiviert, was sich nun auszahlte. "Natürlich gibt es noch einige Baustellen. Aber die Technik wird sicherer, und so wirft er auch weiter", erklärt die Mutter, die in Halle mit ihren Kindern jubelte.

Auch im Lager des LV 90 war die Freude groß. "Es ging nicht besser", sagt Trainer Maik Werner über die Ausbeute von 17 Medaillen, darunter fünf goldene. Zwei dieser Titel gingen auf das Konto von Steven Richter (U 18), der nicht nur mit dem Diskus (56,55 m) gewann. Vor allem im Kugelstoßring brachte er Konkurrenz und Publikum zum Staunen. "Zum ersten Mal hat Steven die 20 Meter geknackt", berichtet Trainer Christian Sperling, dessen Schützling die magische Marke um zehn Zentimeter übertraf. Weitere Goldmedaillen erkämpften Lucienne Schulze (U 20) im Dreisprung (11,03 m), Larissa Stiehler (U18) mit dem Diskus (42,57 m) sowie Axel Sven Gerlach (U 18) über 400 Meter (51,45 s). "Und es gab noch viele weitere beeindruckende Leistungen", so Werner.


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