In letzter Sekunde den Klassenerhalt gesichert

Radball, 2. Bundesliga: Wie die erste kann auch die zweite Mannschaft der SG Niederlauterstein aufatmen

Niederlauterstein.

Oft haben die Radballer der SG Niederlauter- stein II in dieser Saison der 2. Bundesliga Nord gekämpft, ohne dafür belohnt zu werden. So rutschten sie in den Abstiegskampf, der bis zum allerletzten Spiel andauerte. Dort wurden sie dann allerdings belohnt, ohne dafür kämpfen zu müssen. "Manchmal gehört eben auch etwas Glück dazu", sagte Sektionsleiter Christian Langer zu den beiden geschenkten 5:0-Siegen im Saisonendspurt vor heimischer Kulisse.

Während der RCT Hannover krankheitsbedingt gar nicht erst zum letzten Spieltag in Niederlauterstein angereist war, musste der FSV Brandenburg im Laufe des Turniers aufgrund einer Verletzung das Handtuch werfen. Gegen die beiden Teams, die bereits im Vorfeld als Absteiger feststanden, kamen Paul Simon und Hendrik Neubert so quasi am Grünen Tisch zu sechs ganz wichtigen Punkten. Diese reichten gerade so, um am PSV Magdeburg vorbeizuziehen. Mit nur einem Zähler Rückstand muss dieser nun als Tabellenzehnter den bitteren Gang in die Oberliga antreten.

Auch ohne den Ausfall der beiden Kontrahenten hätte es für die Gastgeber gereicht. Dessen waren sich Christian Langer und die über 80 Fans sicher, die in der Halle für prächtige Stimmung sorgten. Wie motiviert und konzentriert Paul Simon und Hendrik Neubert an diesem Tag zu Werke gingen, zeigte gleich das erste Spiel. Gegen den RSV Großkoschen, der zu diesem Zeitpunkt noch als Aufstiegskandidat galt, führte das Gastgeberduo rasch mit 5:1. "Aber die Jungs haben es nochmal spannend gemacht", berichtet Langer. Nach dem 6:6-Ausgleich gelang jedoch eine Minute vor Schluss das viel umjubelte 7:6-Siegtor. Zwar setzte es kurz darauf gegen den Demminer RV (3.) einen Dämpfer (2:3). Was folgte, waren jedoch ein Happy-End und eine ausgelassene Feier mit den Fans.

Zufrieden waren die Anhänger, weil auch die erste Mannschaft an diesem Tag eine gelungene Saison abrunden konnte. Marco Buschbeck und Lucas Neubert unterlagen zwar ebenfalls dem Demminer RV (1:2), konnten sich aber neben den drei kampflosen Punkten gegen Hannover auch über einen 7:1-Kantersieg gegen den FSV Brandenburg freuen. Damit kommt die erste SGN-Vertretung auf 31 Punkte und schließt die Saison als Tabellenfünfter ab. "Dass beide Teams die Klasse halten, ist für uns ein Riesenerfolg", sagt Christian Langer, der die Rolle der Fans hervorhebt: "Ihre Stimmung ist ein Grund für unser gutes Abschneiden." (anr)

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