In vier Serien ganz vorn dabei

Obwohl Jeremy Nimmrich erst zu Beginn des Jahres auf eine 125er-Maschine gewechselt ist, war er damit kaum zu schlagen. Nun sucht der junge Endurist aus Gelenau eine neue Herausforderung.

Gelenau.

Jagt Jeremy Nimmrich sonst mit verschmutzter Ausrüstung durchs Gelände, so ist der junge Endurosportler dieser Tage auch mal in feinem Zwirn zu erleben - so wie jetzt in Berlin. Bei der Auszeichnungsveranstaltung des ADAC-Enduro-Cups Berlin-Brandenburg holte sich der junge Gelenauer einen der vielen Siegerpokale ab, die er in diesem Jahr eingefahren hat.

Neben der brandenburgischen ADAC-Serie gewann der 15-Jährige in der Nachwuchskategorie bis 125 ccm auch den Enduro-Cup Hessen-Thüringen und sogar den Jugend-Cup Deutschland. Nur im sächsischen Cup musste sich Nimmrich, der für den ORC Hilmersdorf startet, mit hauchdünnem Rückstand Luca Wiesinger aus Rohr geschlagen geben. "Luca, Jeremy und Niclas-Leon Kallmeyer aus Großrückerswalde haben sich in den Sonderprüfungen immer echte Krimis geliefert. Oft entschieden nur wenige Zehntelsekunden", berichtet Nimmrichs Vater Michael Gaideczka. Platz 2 in Sachsen ließ sich verschmerzen, denn sonst langte es meistens zum Sieg.

"In den 26 Rennen, an denen er dieses Jahr teilgenommen hat, war er immer ganz vorn dabei", berichtet der Papa, der von der beeindruckenden Bilanz selbst etwas überrascht war. Schließlich war der Junior erst zu Jahresbeginn von einer 85er- auf die 125er-KTM gewechselt und musste sich gegen Sportler beweisen, die schon etwas länger auf den stärkeren Maschinen unterwegs sind. Dies konnte den jungen Gelenauer nicht davon abhalten, alle sieben Vergleiche in Berlin und Brandenburg zu gewinnen. Und auch in der Summe aller vier Deutschland-Cup-Wettbewerbe hatte der Pilot des Zschopauer KTM-Sturm-Teams die Nase vorn. "Diese Serie ist wohl am höchsten einzuschätzen, weil Fahrer aus fast allen Bundesländern dabei waren", sagt Gaideczka.

Sich gegen die nationale Konkurrenz zu beweisen, wird in der kommenden Saison zum sportlichen Alltag. Schließlich startet Jeremy Nimmrich dann in der Jugend-Klasse der Deutschen Meisterschaft. "Er braucht eine neue Herausforderung und soll sich jetzt gegen erfahrenere Konkurrenten beweisen, um selbst wichtige Erfahrungen zu sammeln", blickt der Vater voraus. Rennen des Jugend-Cups sollen dann lediglich als Training dienen.

Eine Hürde gilt es dabei aber noch zu meistern. Schließlich muss der Neuntklässler, der im Februar seinen 16. Geburtstag feiert, noch seine Führerschein-Prüfungen ablegen. Am theoretischen Teil wird schon gefeilt, der praktische Test soll dann noch unbedingt vor dem 23.März erfolgen, da an diesem Tag das DM-Debüt in Dahlen geplant ist. Zu pauken ist Jeremy Nimmrich aber gewöhnt. Schließlich hat er bei Reisen zu Wettkämpfen immer Schulbücher dabei. Zeit zum Lernen hatte er dabei genug, denn: "Insgesamt haben wir dieses Jahr 25.000 Kilometer in unserem umgebauten Sprinter zurückgelegt", so der Vater.

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