Intensive Arbeit im Hintergrund wird gewürdigt

Noch hat die neue Saison für die Wintersportler noch nicht begonnen. Für den Neuhausener Pulsschlag-Verein blieb somit Zeit, verdienstvolle Mitglieder zu ehren.

Neuhausen.

Aushängeschilder für einen Verein sind meistens Sportler, die es weit gebracht haben. Kein Wunder also, dass der Neuhausener Pulsschlag-Verein schon vor längerer Zeit Konrad Winkler, Janko Neuber und Tom Reichelt zu Ehrenmitgliedern ernannte. Während Neuber einst Gold und Silber mit der Staffel bei Junioren-Weltmeisterschaften gewann, vertraten die anderen beiden die Region sogar bei Olympischen Spielen. Neben sportlichen Erfolgen ist aber vor allem die Arbeit im Hintergrund überlebenswichtig für einen Verein. Deswegen dürfen sich nun drei weitere Pulsschlag- Urgesteine über die Ehrenmitgliedschaft freuen: Volker Langer, Holger Kempe und Erich Mehlhorn. "Sie haben ihr gesamtes Leben dem Sport gewidmet und durch jahrzehntelanges Wirken für den Verein große Verdienste erworben", zollt Albrecht Dietze dem Trio Respekt.

Ohne Volker Langer wären die Langlauf-Wettkämpfe in Neuhausen kaum vorstellbar. Verantwortung übernimmt er aber nicht nur als Leiter solcher Läufe, sondern auch im Vorstand, dem er seit 1982 angehört. Noch länger ist der Neuhausener als Trainer tätig, denn 1979 erlangte er seine Übungsleiter-Lizenz. Seither hat er maßgeblichen Anteil an der Entwicklung zahlreicher Talente, zu denen unter anderem auch Janko Neuber gehörte. Bis 1990 leitete Langer, der selbst schon als Kind mit dem Skilanglauf begonnen hatte, das Trainingszentrum Ski Nordisch in Neuhausen. Auch in schwierigen Zeiten hielt er zur Stange, sodass er 1991 Abteilungsleiter wurde und fortan die organisatorischen Fäden in der Hand hielt. Auch mit nunmehr 76 Jahren ist er noch längst nicht müde geworden.

Das Gleiche gilt für Holger Kempe, der bereits als Aktiver für Furore sorgte. 1962 wurde er als Biathlon-Talent von der SG Dynamo Zinnwald entdeckt, was bald zur Teilnahme an nationalen und sogar internationalen Wettkämpfen führte. Unter anderem konnte er sich in der damaligen Tschechoslowakei zweimal Bronze sichern, ehe ihn eine schwere Knieverletzung ausbremste. Nach der Wende blieb er bei Volksläufen in der Loipe. Seit fast 20 Jahren kümmert sich Kempe zudem um den Nachwuchs und ist als Wachsexperte immer heiß begehrt.

Obwohl auch Erich Mehlhorn an Skiwettbewerben teilnahm, ist er kein echter Wintersport-Experte. Für den Verein ist er dennoch unverzichtbar. Schließlich war es der gebürtige Leipziger, der zwei Jahre nach seinem Umzug nach Olbernhau (1997) maßgeblich zur Gründung des Pulsschlag-Lauftreffs beitrug. Hatte sich Mehlhorn in jüngeren Jahren dem Kanusport verschrieben und es bis zur DDR-Meisterschaft gebracht, so kümmerte er sich nun intensiv um die Läufer. Bis zu seinem 80. Geburtstag im vergangenen Jahr weckte Mehlhorn das Interesse neuer Mitglieder, organisierte Trainingseinheiten und Wettkämpfe. Nach insgesamt 60.700 Kilometern, die er selbst in all den Jahren zurücklegte, lässt es der Olbernhauer nun etwas ruhiger angehen.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...