Internationales Flair beim Alpen-Cup

Mit knapp 60 Skispringerinnen steuert der SV Fortuna Pöhla einem neuen Rekord entgegen. Auf einer Minischanze will der Verein um Nachwuchs werben.

Die Serie um den Ladies-Alpen-Cup macht diese Woche wieder in Pöhla Sta-tion. Voriges Jahr sprang zum Beispiel Veronika Jencova aus Tschechien von der Pöhlbachschanze.

Von Katja Lippmann-Wagner

Der Pöhlaer Organisationsleiter Klaus Hartmann kann es kaum glauben: Beim Damenskispringen im Rahmen der Alpencupserie gehen knapp 60 Athletinnen über den Bakken der Pöhlbachschanze. Das sind 16 mehr als im vergangenen Jahr und so viele wie letztmalig 2011, als in Pöhla noch ein Continentalspringen durchgeführt wurde.

"Das freut uns natürlich sehr", sagt Hartmann und sieht im hohen Zuspruch bestätigt, dass der Alpencup eine Aufwertung des Nachwuchsbereichs ist. Pöhla ist nach Klingenthal der zweite Tournee-Ort. Nach den Springen am Mittwoch und Donnerstag zieht der internationale Tross nach Bischofsgrün in Oberfranken weiter.

Mit Nachwuchsspringerinnen aus Italien, Österreich, Frankreich, Slowenien, Tschechien und der Schweiz ist der Alpencup in diesem Jahr sehr gut besetzt. "Allein aus Deutschland kommen 18 Springerinnen, damit stellen sie das größte Startfeld", so der Organisationsleiter. Weil die Anmeldung zentral über die Skiverbände der Nationen erfolgt, weiß Hartmann nicht, ob und wer an Lokalmatadoren dabei ist. Für die Zuschauer in Pöhla ist das erfahrungsgemäß nicht entscheidend. Der ganze Ort teilt die Begeisterung für den Skisport und feiert die Athleten aus allen Teilen Deutschlands und aus allen Nationen.

Weil das Starterfeld ins diesem Jahr so groß ist, mussten die Organisatoren reagieren. Aufgrund des großen Starterfeldes beginnt das Springen schon 17.30 Uhr und nicht wie ursprünglich geplant 18 Uhr. Wie der Veranstalter mitteilte, werden die Kassen ab 14.30 Uhr geöffnet. Eine Stunde später beginnen das öffentliche Training und das Rahmenprogramm.

Zu diesem gehört in diesem Jahr erstmals auch eine Minischanze. In Zusammenarbeit mit der Firma Peter Riedel Sports Technology aus Raschau soll so um Nachwuchs geworben werden. Um diesem Ansatz Nachdruck zu verleihen, sind auch der Trainer des SV Pöhla, Max Lang, und Regionaltrainer Steffen Bias an der Schanze.

In Vorbereitung des internationalen Wettkampfs mussten die Mitglieder des Gastgebervereins noch Teile der Bande im Auslaufbereich reparieren und erneuern. "Das war eigentlich die größte Maßnahme", sagt Hartmann. Um das Wässern der Schanze - trotz der Hitze und der anhaltenden Trockenheit zu gewährleisten - hat der Verein eine Trinkwasserleitung legen lassen. "Das ist damit auch abgesichert und keiner muss sich Sorgen machen", so der Organisationsleiter. Das zweite Springen in Pöhla geht am Donnerstagvormittag über die Bühne.

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