Jugend zeigt zum Jubiläum ihr Können

Mit der Feier ihres Geburtstags müssen die Dörnthaler Kegler noch warten. Dennoch gibt es Grund zur Freude.

Dörnthal.

Auf den ersten Blick dürfte der Frust bei den Keglern des SV Dörnthal besonders groß sein. Gerade jetzt, da der mögliche Aufstieg in die Bezirksklasse und ein Jubiläum - im April wird die Abteilung 20 Jahre alt - anstehen, funkt dem Kreisligisten das Coronavirus dazwischen. Allerdings hält sich die Enttäuschung im mittleren Erzgebirge in Grenzen, denn noch könnte der letzte und entscheidende Spieltag nachgeholt werden. Und die Feierlichkeiten anlässlich des runden Geburtstags sind auch nicht endgültig fixiert, sodass die Dörnthaler terminlich flexibel bleiben.

"Wir planen ein Pokalturnier mit befreundeten Mannschaften inklusive Grillparty. Das klappt dieses Jahr bestimmt noch", sagt Roy Timmel, der zudem auf ein prominentes Gastteam hofft. Der 37-Jährige legt sich bei der Organisation mächtig ins Zeug, denn er ist nicht nur Leistungsträger des Aufstiegsanwärters, sondern auch im Vorstand sehr aktiv. Nicht zuletzt ist der Dörnthaler die treibende Kraft in der Nachwuchsarbeit, die schon seit einigen Jahren Früchte trägt. Auch in dieser Saison konnten sich die Ergebnisse sehen lassen - ein weiterer Grund für die gute Stimmung im Verein.

Als Spielgemeinschaft mit der HSV Eintracht Seiffen war das kleine Dorf in zwei Jugend-Bezirksligen vertreten. Dabei konnten sich die U-14-Jungen immerhin Bronze sichern. Für das U-18-Team sprang zwar nur Rang 7 heraus - "aber in diesem Altersbereich war es ein Jahr, das wir aufgrund der dünnen Personaldecke mit Notlösungen überbrücken mussten", berichtet Timmel.

Mit deutlich mehr Freude blickt er auf die kommende Saison, denn dann sind die U-18-Jungs deutlich besser aufgestellt und dürfen voraussichtlich sogar in der Verbandsliga auf Punktejagd gehen. Da andere Vereine verzichteten, bietet sich den Dörnthalern eine große Chance - und die wollen sie nutzen. Timmel, der zusammen mit Jan Wendrock als Trainer fungiert, hält auf sächsischer Ebene sogar einen Platz im Mittelfeld für möglich.

Anlass zur Zuversicht liefert das Abschneiden der U-14-Akteure. "Sie bringen viel Talent mit. Vor allem aber den Biss, den wir brauchen", sagt der Coach und verweist auf den Bezirksmannschaftsmeistertitel, der Anfang März bei einem Turnier vor Fraureuth, Neukirchen und Rodewisch gewonnen wurde. Einen Wermutstropfen gibt es aber doch, denn die Erzgebirger konnten ihre Erfolgsgeschichte nicht fortschreiben: Die sächsische Landesmeisterschaft wurde ebenso abgesagt wie die deutschen Titelkämpfe.

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