Junge Generation sorgt für Tempo und Stabilität

In derVorsaisonmusste die SpielgemeinschaftGebirge/ Gelobtland/Satzung in der Fußball-Kreisliga um den Klassenerhalt zittern.Nach personellem Umbruch ist das Team nun vorn dabei.

Amtsberg.

Überragende Mannschaft in der Fußball-Kreisliga Ost ist weiterhin der FSV Motor Marienberg II. Mit einem souveränen 5:0-Heimsieg gegen Mildenau hat die Landesliga-Reserve am Sonntag Platz 1 behauptet. Dahinter präsentiert sich auch der BSV Eintracht Zschopautal in Torlaune, feierte doch der Tabellenzweite einen 7:2-Kantersieg gegen Königswalde. Dass sich derzeit ein Dreikampf um die Spitze anbahnt, liegt überraschenderweise nicht am SV Blau-Weiß Deutschneudorf. Statt des Erzgebirgsliga-Absteigers, der mit dem späten 1:2 in Wolkenstein bereits die zweite Saisonniederlage kassierte, mischt eine Mannschaft ganz vorn mit, die vor der Saison wohl niemand auf dem Zettel hatte. Gemeint ist die Spielgemeinschaft Gebirge/Gelobtland/Satzung.

Gehörten die Rand-Marienberger im Vorjahr meist zum Tabellenkeller, so finden sie sich nun am anderen Ende des Tableaus wieder. Nach dem 3:0-Erfolg beim FV Amtsberg sind sie neben der Motor-Reserve die einzige ungeschlagene Mannschaft. Nur weil sie ein Spiel weniger absolviert haben, rangieren die Gebirger drei Punkte hinter dem Spitzenreiter. Der Begriff der weißen Weste bezieht sich in ihrem Fall nicht nur auf die Punkt-, sondern auch auf die Torbilanz. Im Gegensatz zu allen anderen Mannschaften der Kreisliga ist die aus dem ATSV Gebirge/Gelobtland und der ISG Satzung gebildete Mannschaft bislang noch ohne Gegentor.

Überrascht von der aktuellen Bilanz ist auch Trainer Tobias Ehrig. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt", sagt der 34-Jährige, der bis zum Sommer noch selbst aktiv war. Weil aber kein anderer Trainer zu finden war, übernahm er diese Aufgabe. Besser geeignet wäre wohl auch kaum ein anderer gewesen, denn es galt, sieben A-Junioren ins Team zu integrieren. Jene Nachwuchsspieler, die Ehrig in den letzten zwei Jahren in der Jugend trainiert hatte. Der Übergang scheint bestens gelungen, zumal der Großteil der Jugend zur Stammelf gehört. "Sie bringen vor allem Schnelligkeit mit", sagt Ehrig, der in der Mitte auf die erfahrene Achse bestehend aus Premysl Ciz (Tor), Sebastian Martinka (Abwehr) und André Gester (Mittelfeld) baut. Dieser Mix aus Routine und Talent funktioniert bislang blendend.

Neben dem personellen gab es zudem einen taktischen Umbruch. "Wir haben auf Viererkette und Raumdeckung umgestellt", erklärt Ehrig, der damit die Position des Liberos auch in Gebirge endgültig zu den Akten gelegt hat. Die "Null" beweist, dass dies der richtige Schritt war. "Wobei wir beim 1:0-Sieg gegen Wildenstein auch viel Glück hatten", räumt der Trainer ein. Egal: Mit einer weißen Weste geht es nun ins Gipfeltreffen gegen Marienberg II, das kommenden Sonntag ansteht.

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