Junge Sportler erinnern an ein Idol

Anfang 2017 war mit Reiner Pohl eine Ikone der Gornsdorfer Leichtathletik gestorben. Seither trägt das jährliche Kinderfest des Vereins den Namen des einstigen Abteilungsleiters - der auch diesmal seine Freude gehabt hätte.

Gornsdorf.

Wie präsent der Name Reiner Pohl in Gornsdorf noch immer ist, das wurde am Samstag auf der Sportanlage des Vereins wieder einmal deutlich. "Fast alle unserer Kampfrichter und Helfer sind durch seine Schule gegangen", sagte Matthias Pohl, der das Amt des Abteilungsleiters von seinem Vater nach dessen Tod im Januar 2017 - ausgerechnet an dessen 76. Geburtstag - übernommen hatte. Schon im Vorjahr sei das Kinderfest als Sporttag zu Ehren Reiner Pohls ausgetragen worden. "Es wäre ganz in seinem Sinne gewesen, die Nachwuchssportler auf diese Weise in den Fokus zu rücken", so der Filius.

Insgesamt kämpften am Samstag rund 100 junge Leichtathleten aus dem Erzgebirgskreis um Medaillen. Die Teilnehmer im Alter von sieben bis elf Jahren stammten von verschiedenen Vereinen - vom LV 90 Erzgebirge, vom Zwönitzer HSV, vom SV 1970 Großolbersdorf, vom TTL Ehrenfriedersdorf sowie vom TSV Elektronik Gornsdorf selbst. Auch einige Schulen hatten Kinder geschickt - allerdings nicht so viele, wie sich Pohl das im Vorfeld ausgemalt hatte. Immerhin sei das Kindersportfest seinem Ursprung nach für die Bildungseinrichtungen in der Stollberger Region und darüber hinaus gedacht gewesen. "Wir wollten damit nämlich Kinder ansprechen, die noch nicht regelmäßig Sport treiben und sich hinterher vielleicht einem Verein anschließen wollen", so Pohl. Deswegen betrachte die Teilnehmerzahl bestenfalls als mittelmäßig, nachdem die 120 in den Jahren zuvor mehrfach übertroffen worden war.

Jene, die da waren, ermittelten ihre Besten in den Disziplinen Sprint, Weitsprung, Ballwurf sowie im Lauf über eine Stadiorunde beziehungsweise über 2000 Meter. Wie seit Jahren üblich, wurden auch diesmal Pokale für herausragende Leistungen vergeben. Die gingen diesmal Lucy Queck (Ak 11) vom TSV Gornsdorf für ihre 4,42 Meter im Weitsprung sowie an ihren Vereinskameraden Bruno Meiner (Ak 7), der 3,14 Meter weit sprang. Zudem - auch dies ist seit Jahren Usus - wurden die beste Läuferin und der beste Läufer des abschließenden 2000-Meter-Rennens mit Pokalen ausgezeichnet, die Vereinsmitglied Joachim Hofmann stiftet. Über diese durften sich die Ehrenfriedersdorferin Marie Stopp sowie Sandro Mittag vom LV 90 Erzgebirge freuen. Insgesamt sorgten mehr als 30 Helfer für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

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