Kehrtwende im deutschen Wachs-Truck

René Sommerfeldt wird wieder Langlauf-Trainer

Oberwiesenthal.

René Sommerfeldt ist nicht mehr Chef-Techniker des Deutschen Ski-Verbandes (DSV). "Das hat mich schon getroffen. Ich wollte gern - so wie es der Plan ursprünglich vorsah - bis zu unserer Heim-WM in Oberstdorf 2021 und bis Olympia 2022 in Peking diese Aufgabe ausfüllen", sagt der 45-Jährige. Er wird künftig wieder als Trainer in Oberwiesenthal arbeiten.

Der Grund für den neuerlichen Wechsel liegt laut Sommerfeldt in der Konstellation zwischen Bundeswehr und Aufgabe begründet. Denn in seiner Anstellung bei der Sportfördergruppe sei festgeschrieben, dass er als Trainer arbeiten muss. "Dafür hatte es aber in Absprache zwischen Bundeswehr und Skiverband eine Ausnahmegenehmigung gegeben. Deshalb durfte ich den Posten als Chef-Wachser übernehmen. Es hieß damals, der Grund sei die Weltmeisterschaft 2021 in unserem Land", so der Gesamtweltcupsieger der Saison 2003/2004. Nun aber kam für ihn und andere überraschend die Kehrtwende. "Aber auch Athleten haben gefragt, wie das denn begründet wird. Sie waren mit den von unserem Team präparierten Material sehr zufrieden, zumal sich jeder von uns Spezialisten noch einmal auf eine Wachsvariante fokussiert hatte", betont Sommerfeldt. "Ich habe mich mit dieser Arbeit richtig wohlgefühlt." Mittlerweile hat er sich damit abgefunden, dass Lukas Ernst als Chef-Techniker des DSV geführt wird. "Als Oberhofer hat er das Technologiezentrum des DSV direkt vor der Nase. Das macht auch Sinn."

René Sommerfeldt, der an vier Olympischen Spielen teilnehmen durfte und dabei je einmal Bronze und Silber gewann, gibt seine Erfahrungen nun an die U 16 des Stützpunkts Oberwiesenthal weiter. Je vier Mädchen und Jungen werden zu seiner Trainingsgruppe gehören. Und jede Veränderung hat auch eine gute Seite: "Ich muss nicht mehr wochenlang im Wachs-Truck durch die Welt fahren, sondern bin viel öfter zu Hause."

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