Kein Sieg zum Abschluss

Die Bundesliga-Ringer aus Aue haben ihren letzten Kampf der Saison in Hallbergmoos verloren. Die Gastgeber fuhren noch einmal alles auf.

Aue.

Es hat nicht sollen sein: Die Erstliga-Ringer des FC Erzgebirge Aue haben sich ohne einen dritten Sieg aus der Saison verabschiedet. Auswärts beim SV Hallbergmoos musste sich die Mannschaft um Trainer Björn Schöniger mit 11:15 geschlagen geben. "Es waren spannende Kämpfe, aber leider für uns mit negativem Ausgang", so Schöniger, der ergänzt: "Hallbergmoos wird sich aus der Bundesliga zurückziehen und tritt kommende Saison in der Oberliga Bayern an."

Die Gastgeber fuhren gegen die Auer noch einmal alles auf, auch ihre ausländischen Top-Sportler. In der untersten Gewichtsklasse konnte Aue noch punkten. Dort zog Marius Los (57 kg/K) kontinuierlich durch und holte gegen Anders Rönnigen einen knappen Punktsieg. Nico Schmidt ging, im von ihm ungeliebten Freistil, gegen den starken Ungarn Richard Csercsics auf die Matte und musste dessen technische Überlegenheit anerkennen. Der Kampf endete nach 3:55 Minuten. Geschlagen geben musste sich auch Said Gazimagomedov. Der Russe in Auer Diensten verlor nach Punkten gegen den Armenier Mihran Jaburyan. "Das war so ein bisschen der Genickbruch", sagt Schöniger, der sich an dieser Stelle eigentlich einen Sieg ausgerechnet hatte. Der Auer Rolf Linke (98 kg/K) war gegen den Litauer Vilius Laurtinaitis chancenlos und verlor mit 0:15. Der letzte Kampf vor der Pause ging durch Philipp Herzog auf das Konto der Gäste.

Wieder auf der Matte zurück musste Franco Büttner (86 kg/F) gegen Andreas Walter ran - Büttner verlor mit 2:6. "Wenn Franco schon eher einen Beinangriff durchgezogen hätte, wäre für ihn auch ein Sieg drin gewesen", meint sein Trainer. Im Anschluss gewann Krzystof Bienkowski (71 kg/F) durch technische Überlegenheit gegen Thomas Kopp, den er komplett im Griff hatte. Kurz vor knapp triumphierte Francis Weinhold: Er setzte sich gegen Michael Prill nach Punkten durch und holte seinen ersten Sieg der Saison. Ebenso einen Punktsieg gab es für Krisztian Jäger.

Das letzte Duell des Abends hieß Jakob Barth, Aues Nachwuchsringer, gegen Ergün Aydin. "Jakob hat gut angefangen. Er versuchte, einen Drehschwung zu ziehen und war am Beinangriff dran. Aber gegen einen so erfahrenen Sportler war am Ende nichts zu holen", so Schöniger. Gut, dass Klassenerhalt für Aue schon im Vorfeld feststand. "Es war für uns seit Jahren mal wieder eine schlechtere Saison, aber das ist nicht so schlimm. Die Gruppe Südost ist dieses Jahr extrem stark gewesen und für uns war nicht mehr drin," so die Bilanz des Trainers.

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