Kein Sieger im Verfolgerduell

Der SV Auerhammer bleibt nach dem 2:2 in Neustädtel dem Erzgebirgsliga-Spitzenreiter Stollberg am dichtesten auf den Fersen. Beim Aufsteiger war jedoch mehr drin, denn die Gäste agierten lange in Überzahl.

Neustädtel.

So richtig zufrieden war Mike Martin nach dem Abpfiff nicht. "Wir haben mehr als eine Halbzeit lang in Überzahl gespielt und dazu im zweiten Durchgang noch jede Menge Chancen vergeben", sagte der Trainer des SV Auerhammer nach dem 2:2 seines Teams beim Neustädtler SV. Beide Mannschaft mischen nach dem Unentschieden weiter in der Spitzengruppe der Erzgebirgsliga mit. Während Auerhammer dank des Punktes Platz 2 hinter Stollberg gerade so gegenüber Oelsnitz behaupten konnte, verlor Neustädtel zwei Plätze, liegt als Tabellenfünfter aber nach wie vor in Schlagdistanz.

In den ersten Minuten der Partie hatten die Gäste vor mehr als 200 Zuschauern mehr vom Spiel. Den ersten Treffer erzielte aber der Aufsteiger aus Neustädtel, der geschickt konterte. Eine Hereingabe vom Flügel verwertete Kevin Gräßler in souveräner Manier. Danach überstürzten sich die Ereignisse. Erst vergaben die Gastgeber durch Nik Born einen weiteren Hochkaräter, dann ging ein SVA-Spieler im Neustädtler Strafraum unfreiwillig zu Boden - den fälligen Elfmeter verwandelte Nils Günther zum Ausgleich. Wiederum kurz darauf holten sich die Gastgeber die Führung zurück. Erneut fiel das Tor nach einem Konter, wieder war Gräßler erfolgreich.

Dass sich der 27-Jährige zur zentralen Figur des Spiels entwickelte, lag indes auch der nächsten Szene - diesmal allerdings im unrühmlichen Sinn. Schon mit Gelb verwarnt, leistete sich der Doppeltorschütze ein dummes Foulspiel, das der Schiedsrichter mit der Ampelkarte sanktionierte. "Bis dahin waren wir über weite Strecken die spielerisch bessere Mannschaft", stellte Neustädtels Trainer Sven Krickemeier fest.

In Überzahl kam der Tabellenzweite im zweiten Durchgang dann immer stärker auf. Die Hausherren mussten ihren Stürmer Nik Born ersetzen, der sich am Kopf verletzte und wohl länger ausfallen wird. So beschränkte sich Neustädtel nun aufs konsequente Verteidigen, was der Attraktivität des Spiels zwar nicht besonders zuträglich, dem Trainer aber egal war. "Großes Lob an meine Mannschaft, das war eine sehr gute kämpferische Leistung", sagte Krickemeier. Zu einigen guten Gelegenheiten kamen die Gäste zwar dennoch, allerdings fand der Ball nur noch einmal den Weg in die Maschen. Mohammed Khemiri hatte in der 70. Minute von der Strafraumgrenze abgezogen. Diesen Flatterball musste Torwart Eric Leistner passieren lassen.

Dass der Ausgleich letztlich noch fiel, nahmen die Gastgeber - wissend um ihre bislang starke Saison - recht gelassen. "Unser Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz, und dafür liegen wir absolut im Soll", betont Krickemeier. Das gilt auch für Auerhammer, die laut Mike Martin besser abschneiden wollen als in der vergangenen Saison. Da kam die Mannschaft auf Platz 3 ein. "Es ist aber auch nicht so, dass wir mit brachialer Gewalt hoch wollen, so wie Stollberg. Wir sind ein kleiner Verein, der noch nie so weit oben gespielt hat wie jetzt im Moment", so der Trainer des SVA.

Statistik Neustädtel: Leistner; Windirsch, Meyer, Otto (68. K. Krickemeier), Born, (46. Heiden), T. Krickemeier (74. Schmidt), Schürer, Weiß, P. Becker, Gräßler (40. Gelb-Rote Karte), N. Becker Auerhammer: Müller; Bochmann, Schmutzler, Colditz, Günther, Menzer (46. Reinhold), Khemiri, Ehmig, Polusik, Nguyen Hoang, Lehmann (82. Jost); Tore: 1:0/2:1 Gräßler (13./22.), 1:1 Günther (22./FE), 2:2 Khemiri (70.); SR: Baumgärtel (Riechberg); Z: 233

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