Kemtauer brechen mit Turnier einmal mehr alle Rekorde

553 Karatekas - so viele wie noch nie - hat die 12. Auflage des Zwönitztalpokals in Burkhardtsdorf vereinigt. In der Mannschaftswertung siegte erneut der Landesverband Brandenburg.

Burkhardtsdorf.

"Ich habe früh halb acht den Computer eingeschalten und abends halb zehn ausgemacht. Ich sehe quasi nur noch Namen und Zahlen", hat Jens Andre als Vorsitzender des Karatevereins Goju-Kai Kemtau mit einem Zwinkern erzählt. Wie erwartet sprengte die 12. Auflage des Zwönitztalpokals in der Burkhardtsdorfer Eurofoamarena alle bisherigen Dimensionen. Gut 100 Starter mehr als im vorigen Jahr wurden verzeichnet.

553 große und kleine Kampfsportler, die im Kumite (Zweikampf) oder im Kata (Formenlauf) angetreten sind, absolvierten 753 Starts. "32 Kampfrichter und 24 Helfer an den sechs Matten waren notwendig, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Insgesamt haben 40 Helfer ihren Mann oder ihre Frau gestanden", so Goju-Kai-Chef Andre, der mit Vivienne Kiss erstmals eine frischgebackene Bundeskampfrichterin aus den eigenen Reihen aufbieten konnte. "Die anderen Unparteiischen kamen beispielsweise aus Brandenburg, Bayern oder Sachsen", so Andre, der bei 70 Vereinen teils noch weitere Wege zu vermelden hatte. Nicht nur aus dem Osten und Süden der Republik kamen die Starter, sondern auch aus Polen, Tschechien und erstmals England. "Der ein oder andere Auslands-Gegenbesuch ist bereits vereinbart. Hallensprecher Kevin Ziegler hat daher die Aufrufe der Kämpfer nicht nur in Deutsch, sondern erstmals auch in Englisch verlesen. Das kam sehr gut an, ebenso wie die Live-Ergebnisse im Internet", so Andre, der von oftmals sehr starken Limits sprach: "Die Kinder-Altersklassen waren mit bis zu 34 Sportlern besetzt. Mit Ausnahme einer gebrochenen Nase hat sich niemand ernst verletzt."

Mit 24 Medaillen (Gold: 12/Silber: 9/Bronze: 3) bestimmten einmal mehr die Sportler des Landesverbandes Brandenburg das Niveau. Kadersportler aus Mittelfranken mit 23 Plaketten (2/8/13) und Karatekas von Bushido Leipzig mit 22-mal Edelmetall (7/6/9) folgten dahinter. Ebenfalls mit dreimal Gold vorn dabei: die Sportler von Bushido Stollberg. "Mit sieben Medaillen sind wir sehr zufrieden. Es war ein super Wochenende", bilanzierte Elke Hoffmann vom Trainerteam, die sich über Gold für Michelle Süß, Yannic-Noah Zeulner und Jefferson Bunoff freuen konnte. Letzterer siegte im Kata, ließ im Duell Mann gegen Mann Bronze folgen. Selbiges errangen ebenso Hans und Nils Fiedler. Silber nahmen Tommy Kuchinke mit. Viermal Silber und dreimal Bronze standen bei den Kemtauer Gastgebern auf der Habenseite. Dreimal - in der Kumite All-Kategorie und in der Ü 30 sowie im Team mit Daniel Vetters und Steven Bär - unterlag Silvio Braune im Finalkampf. Silber und zweimal Bronze, davon einmal im Team, nahm Caroline Lohmann in Empfang. Im Formenlauf gab es Bronze für Vetters.

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