Kirmeskick mit Promis

Fußball: Ex-Profi Olaf Renn aus Jahnsbach freut sich auf ehemalige Weggefährten

Drebach.

Prominente Ex-Profis wie Jörg Heinrich, Dariusz Wosz, Ingo Hertzsch und Tomislav Piplica sind am Freitag ab 17.30 Uhr auf dem Drebacher Fußballplatz zu erleben. Anlass ist der 1. Kirmeskick, zu dem eine Ü-40-Bundesliga-Auswahl Ost, die Drebacher Oldies sowie ein drittes Team antreten. Dabei handelt es sich um Freunde von Olaf Renn, dessen 50. Geburtstag Grund für dieses Turnier ist. Andreas Bauer hat im Vorfeld mit dem baldigen Jubilar über seineKarriere gesprochen.

Freie Presse: Ihr 50. Geburtstag steht erst in einigen Tagen an. Warum wird schon diesen Freitag in Drebach gefeiert?

Olaf Renn: Wir als Ü-40-Bundesliga-Auswahl Ost treffen uns pro Jahr fünf- bis achtmal zu Spielen oder Hallenturnieren. Wenn bei jemandem ein runder Geburtstag ansteht, ist das immer ein Anlass - so wie bei mir jetzt. Weil ich unbedingt in Drebach spielen wollte, bot sich der Kirmes-Termin an. So kommen hoffentlich noch mehr Zuschauer. Außerdem können wir hinterher alle bei "Drebach tanzt" gemeinsam feiern. Es ist ja nicht meine Geburtstagsfeier, sondern ein Fest für alle.

Auf welchen prominenten Gast freuen Sie sich besonders?

Da will ich niemanden hervorheben. Bei all meinen Stationen habe ich eine schöne Zeit erlebt. Deshalb freue ich mich, dass von fast überall her Wegbegleiter kommen werden. Der einzige Klub, mit dem es nicht geklappt hat, ist Fortuna Köln. Aber auch dorthin habe ich noch gute Kontakte, der Weg ist nur sehr weit.

Besonders kurz haben es Ihre Ex-Kollegen aus Chemnitz. Würden Sie sagen, dass dies Ihr Herzensverein ist?

Auf jeden Fall. Dort habe ich 1976 beim FC Karl-Marx-Stadt angefangen, habe viele Zweitliga-Spiele und DFB-Pokal-Duelle erlebt, und für den Chemnitzer FC arbeite ich ja noch heute als Physiotherapeut.

Welche Spiele sind Ihnen in besonderer Erinnerung?

Vor allem das 2:1 gegen Bremen im DFB-Pokal. Damals, im Dezember 1992, war Werder amtierender Europapokalsieger - und ich sowie Steffen Heidrich haben getroffen.

Was ist Ihnen noch wichtig?

Eigentlich war 2000 der Aufstieg mit Cottbus in die 1. Bundesliga mein größter Erfolg. In der Hinrunde war ich verletzt, aber dann hatte ich Anteil daran. Trotzdem bin ich zurück zum CFC gewechselt. Für die 1. Bundesliga hat es nicht gereicht. Ich war am Anschlag. 275 Zweitliga-Spiele sind aber auch eine Hausnummer.

Ihre Laufbahn haben Sie ab 2006 beim FV Krokusblüte Drebach ausklingen lassen. Wieso?

Wir waren da schon nach Jahnsbach gezogen, wo meine Frau herstammt. Meine Ausbildung zum Physiotherapeuten hatte ich in Annaberg gemacht und dann in Wiesenbad gearbeitet. Da kam die Anfrage von Jens Haustein, zu dem ich einen engen Draht habe, genau richtig.

War es eine große Umstellung, vom Profi-Fußball in die Bezirksklasse zu wechseln?

Ohne den ganz großen Druck macht es mehr Spaß. Aber Ehrgeiz gehört dazu. Und Jens Haustein sagt mir heute noch, dass ich anfangs zu verkrampft war. Aber ich habe mich angepasst, weil ich gemerkt habe, dass alle den ganzen Tag arbeiten.

Stichwort Chemnitzer FC ...

Dls Physiotherapeut 2012 dort anzufangen war verlockend und richtig. Nun hoffe ich, dass der Verein mit sportlichen Schlagzeilen aufwartet.

Wird die Krise am Freitagabend auch Thema sein?

Erst einmal wollen wir auf dem Rasen schöne Spiele abliefern. Danach gibt es viele Geschichten zu erzählen. Das Schönste ist doch immer das Bierchen danach in der Kabine.

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