Klar an Medaille vorbeigesprungen

Svenja Koban vom TSV Elektronik Gornsdorf hat ihre Premiere bei den Deutschen U-16-Meisterschaften verpatzt. Die 15-Jährige blieb 15 Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung.

Gornsdorf.

Hochspringerin Svenja Koban vom TSV Elektronik Gornsdorf hat bei den in Bremen ausgetragenen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Altersklasse U 16 dem großen Druck nicht standgehalten. Im Hochsprung-Wettbewerb der Altersklasse W 15 landete sie unter 13 Springerinnen am Ende nur auf Platz 10. Und selbst diesen musste sie sich noch mit Sophia Ludwig vom TuS Botfeld teilen. Bei für die Hochspringer nicht gerade guten äußeren Bedingungen mit kühlen Temperaturen und viel Wind hatte Koban am Ende lediglich 1,57 Meter zu Buche stehen. Schon bei 1,61 Meter leistete sie sich drei Fehlversuche - das Aus. Für eine Medaille hätte sie wahrscheinlich höher als 1,68 Meter springen müssen. Den Titel holte sich Julia Küppers vom TV Angermund, die im Vorfeld als eine der Top-Favoritinnen galt, mit 1,71 Metern.

Das Abenteuer Bremen hatte für Svenja Koban bereits am Samstag begonnen. Obwohl die Gornsdorferin zum ersten Mal bei Deutschen Meisterschaften an den Start ging, zeigte sie sich zumindest nach außen nicht nervös. Es sei erstaunlich, welche Ruhe sie ausstrahlt, sagte ihr Trainer Matthias Pohl. Zunächst schauten sich Trainer und Schützling die Wettkampfstätte in Obervieland an. "Dort haben wir uns die Startunterlagen abgeholt. Dann haben wir uns etwas im Zentrum von Bremen umgesehen, aber auch nur zwei, drei Stunden." Zurück auf der Anlage, habe man dann am selben Tag noch einige Wettkämpfe bei den Deutschen Meisterschaften verfolgt. "Wir haben zum Beispiel die Staffel und einen Einzellauf von Sportlern des LAC Erdgas Chemnitz gesehen, die mit uns angereist waren."

Dass die 15-Jährige in Bremen zu den Mitfavoriten zählte, war vor allem ihrem Auftritt beim Pfingstsportfest der LG Merseburg in Leuna zu verdanken. Dort steigerte sie ihren persönlichen Rekord von 1,66 Meter auf sagenhafte 1,72 Meter - diese Höhe hätte in Bremen für den Titel gereicht. Zuvor, bei den Sächsischen Landesmeisterschaften in Thum, hatte Koban die 1,66 Meter, die zugleich die Norm für die nationalen Titelkämpfe darstellten, noch gerissen - damals sehr zum Ärger ihres Trainers. "Sie war schon fast mit dem ganzen Körper drüber, aber die Füße gehören nun einmal auch dazu", sagte Pohl. Jetzt, nach der Pleite von Bremen, ließ der Gornsdorfer Coach allerdings Milde walten. "Allein die Tatsache, dass sie hier dabei ist zeigt, dass Svenja eine enorme Entwicklung genommen hat. Schließlich darf man nicht vergessen, dass sich hier die Besten der Besten zum sportlichen Vergleich getroffen haben. Es war eine wertvolle Erfahrung", sagte Pohl. Sein Schützling zeigte sich dagegen auch am Montag noch zerknirscht. "Ich war und bin natürlich riesig enttäuscht. Ich habe einfach nicht so richtig in den Wettkampf gefunden und weiß nicht, woran das gelegen hat. Schade, aber es geht weiter", sagte sie.

Von den Startern des LV 90 Erzgebirge überzeugte in der Hansestadt vor allem Jeremy Neubert. Der Augustusburger schleuderte den Hammer auf 52,76 Meter und sicherte sich damit Bronze. "Fast vier Meter weiter als je zuvor. Das ist eine Hausnummer", freute sich sein Trainer Sven Lang. Knapp an einer Medaille vorbei schrammte Liv Zoe Strohbach, die über 300 Meter in 40, 82 Sekunden Vierte wurde. (mit mas)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...