Klassenerhalt besitzt bei fast allen Teams Priorität

Vier der sechs Mannschaften aus den höheren Etagen starten auswärts. Nur Königswaldes Fußballer und die Spielerinnen aus Herold dürfen in der ersten Punktspielrunde daheim antreten.

Königswalde.

Es geht los. Alle Ligen, in denen Mannschaften aus dem Altkreis Annaberg vertreten sind - von der Landes- bis zur 2.Kreisklasse - nehmen am Wochenende den Kampf um Punkte auf. Die meisten Teams haben sich zunächst den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben, doch es gibt auch höhere Zielstellungen.

In der Landesklasse West steigt für den VfB Annaberg eine Premiere. Der Aufsteiger bekommt gleich ein Derby vor die Brust gesetzt - beim SV Tanne Thalheim, der seit zehn Jahren auf Bezirks- beziehungsweise Landesebene aktiv ist. Während für die Gastgeber morgen im Waldstadion "drei Punkte Pflicht sind", gilt für den Neuling zunächst "nur nicht verlieren". VfB-Trainer Ingo Klöpping muss zwar weiterhin auf Jiri Sifalda und Sebastian Halm verzichten, doch er sieht seinen Kader gut genug zusammengestellt. "Es hilft ohnehin nichts, wenn wir lamentieren würden. Deshalb tun wir es nicht", so der 54-Jährige. Er hat genügend Motivationspulver, schließlich unterlag sein VfB im Landespokalspiel beim SC Syrau 0:5. So etwas soll sich natürlich nicht wiederholen. "Wir wollen etwas mitnehmen. Hauptsache, bei Tommy Meyer und Franz Klemm stellen sich die muskulären Probleme als nicht gravierend heraus", so Klöpping.

Ein Resultat wie in der vorigen Woche hätte der BSV Gelenau gern. 4:0 hieß es gegen den Roßweiner SV, nun geht es am Sonntag nach Meerane. Ab 15 Uhr wird es beim Aufsteiger aus der Westsachsenliga jedoch alles andere als einfach, glaubt BSV-Trainer Thomas Kersten, zumal aus seiner Mannschaft Torhüter Michael Kaiser gesperrt zuschauen muss. Doch dafür kehrt Christopher Kopitzke in den Kader zurück. Mit anderen gestandenen Akteuren sollte für die Gelenauer, die seit 2003/04 mit Unterbrechungen in die elfte Serie auf Bezirks- beziehungsweise Landesebene gehen, durchaus einiges möglich sein. "Wir müssen aus den ersten vier Spielen so etwa sieben Punkte holen", lautet Kerstens Marschroute. In Meerane gibt es die ersten drei zu gewinnen.

In der Erzgebirgsliga hat Aufsteiger VfB Annaberg II den Platz der eigenen Ersten eingenommen. Dass es gegen Pockau-Lengefeld aber ein 10:0 wie im März gibt, darf bezweifelt werden. "Wir müssen ja auch immer sehen, welche Spieler wir zur Verfügung haben. Als Reserve sind wir der ,Zubringer' für die Landesklasse-Elf", so Trainer Wolfgang Ehrl. Diesmal hat er Glück. Bis auf Leon Reichelt, der sich in die Erste gekämpft hat, scheinen alle fit. "Gewissheit gibt es aber erst nach dem Freitagstraining", so der Trainer.

Eine komplizierte Aufgabe hat der FV Königswaldevor sich. Mit dem FV Drebach/Falkenbach erwartet er am Sonntage eine Mannschaft, die als Staffelfavorit gehandelt wird. Die Krokusse wollen zurück auf die Landesebene, gehen mit einem nur unwesentlich veränderten Kader in die Punkspiele. "Und obwohl bei uns wohl sechs Stammkräfte ausfallen, wollen wir daheim natürlich nicht mit leeren Händen vom Platz gehen", so Trainer Nico Barthold. Das 0:1 der Drebacher in der Pokalpartie in Mildenau gibt ihm etwas Hoffnung, dies schaffen zu können.

Für den SV Crottendorfgeht es nach dem 2:0 im Sachsenpokal gegen Eutritzsch diesmal zu einem Neuling der Erzgebirgsliga. Auf dem Jahnplatz beim Neustädtler SV wollen die Blau-Weißen gleich etwas fürs Punktekonto tun. Der Staffelsieger der Kreisliga West wird dies logischerweise verhindern wollen, zumal ihm das Pokal-Aus in Neudorf noch in den Trikots hängen dürfte. "Wenn wir so engagiert auftreten wie zuletzt, bin ich trotz der Neustädtler Zugänge optimistisch", sagt SV-Trainer Daniel Mannsfeld. Er muss Christoffer Brand und Paul Lindner ersetzen, Eric Häßler und Robby Linke sind angeschlagen.

In der Damen-Landesklasse geht es für den ESV Eintracht Thum-Herold im Duell mit Rodewisch/Auerbach um eine Art Standortbestimmung. Schließlich sind die Mädels freiwillig eine Etage runter. "Am Ende sollte ein Medaillenplatz herauskommen", sagt Trainer Kevin Weigand. Ab 12 Uhr wird er am Sonntag ein erstes Gefühl dafür bekommen, ob dies gelingen kann.

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