Klassenerhalt fast eingetütet

Vier Zähler haben die Sachsenklasse-Volleyballerinnen von Germania Hormersdorf aus ihrem Doppelauftritt am Wochenende geholt. Dabei wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Hormersdorf.

Ein Spiel knapp verloren, das andere souverän gewonnen. Mit vier Punkten sind die Sachsenklasse-Volleyballerinnen des SV Germania Hormersdorf ins neue Jahr gestartet und haben sich damit beinahe aller Abstiegssorgen entledigt. Sechs Punkte Vorsprung hat der Tabellensechste nun Vorsprung auf den kritischen siebten Platz, den mit Mauersberg ein Team belegt, das am Wochenende überraschend beim Achten Grimma II verlor. "Das hat uns natürlich in die Karten gespielt. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn da nach hinten noch etwas passiert", sagteGermania-Trainer Thomas Kroschk, der noch ein Pfund in der Hinterhand hat. Denn im Gegensatz zu allen anderen Mannschaften müssen seine Schützlinge noch zweimal gegen Schlusslicht Lichtenstein ran, das in dieser Spielzeit noch nicht einmal einen Satz gewinnen konnte.

Dass es die Hormersdorferinnen am Wochenende allerdings verpassten, in der Tabelle auf Platz 4 zu springen, ärgerte den Trainer dennoch ein bisschen. Denn die 2:3-Niederlage im ersten Spiel des Doppelspieltages gegen die Reserve der Markkleeberger Neuseenland-Volleys sei absolut vermeidbar gewesen. "Wir hatten das Hinspiel dort gewonnen, sind mit den Markkleebergern grundsätzlich auf Augenhöhe", so Kroschk. Und so legten die Gastgeberinnen auch los, holten sich den ersten Durchgang mit 25:22 und zeigten dabei eine famose Leistung. "Das war vielleicht der beste Satz in dieser Saison bisher", zeigte sich der Trainer beeindruckt, um sein Lob aber zugleich zu relativieren. "Das was danach kam, ist mir völlig unerklärlich." Denn die Erzgebirgerinnen brachen in der Folge ein, gaben die Sätze 2 und 3 mit 15:25 und 19:25 ab. "In dieser Phase hatten wir vor allem in der Annahme große Probleme und haben den Gegner damit aufgebaut", sagte Spielerin Rebekka Fischer. Libera Yvonne Hartwig, die krankheitsbedingt ausgefallen war, habe spürbar gefehlt.

Angetrieben von einer überragenden und wie immer hochmotivierten Spielführerin Tina Bieligk kamen die Hormersdorferinnen aber nochmals zurück, gewannen den vierten Durchgang mit 25:22. Im anschließenden Tie-Break kosteten drei schlechte Aktionen - darunter erneut zwei Annahmefehler - dann aber den Sieg. Immerhin: "Der eine Punkt, den es für das Erreichen des Tie-Breaks gab, war wichtig für die Moral", so Kroschk.

Denn in der zweiten Partie gegen den Vierten Volkmarsdorf, bei dem das Hinspiel noch verloren ging, zeigten die Gastgeberinnen eine hoch konzentrierte Leistung und siegten glatt mit 3:0 (25:20, 25:23, 25:19). "Auch wenn das Spiel ab und zu hätten kippen können war das letztlich ein verdienter Sieg", so Kroschk. Einer, der die Spielerinnen ganz schön schlauchte. So wie Tina Bieligk, die alle acht Sätze durchspielte und hinterher nach einem Sauerstoffzelt verlangte. "Wir sind ja nicht mehr die Jüngsten", sagte Rebekka Fisscher.

Als nächstes müssen die Erzgebirgerinnen am 19. Januar beim Tabellenzweiten L.E. Volleys II ran. "Dort sind wir klarer Außenseiter", so Kroschk.

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