Klingbeil verlässt Lößnitz gen dritte Liga

Fußball, Landesliga: FCL-Coach wechselt als Co-Trainer nach Jena

Lößnitz.

Es muss ein stressiger Wochenstart für René Klingbeil gewesen sein. Nach dem überzeugenden 5:0-Sieg über die Kickers Markkleeberg am Sonnabend ist bei Fußball-Landesligist FC Lößnitz seit Montag nichts mehr, wie es war. Der bisherige Coach gehört nun als Co zum neuen Trainergespann bei Drittligist FC Carl Zeiss Jena. Rico Schmitt - wie Klingbeil mit einer Vergangenheit beim FC Erzgebirge Aue - holte den 38-Jährigen an seine Seite, um die Thüringer vor dem Abstieg zu retten.

Erreichbar war Klingbeil am Dienstag nicht, wurde aber offiziell als neuer Co-Trainer von Jena vorgestellt. "Wir stürzen deshalb nicht in ein tiefes Loch", versicherte der Lößnitzer Teammanager René Zimmermann. Klingbeil habe die Mannschaft noch am Montag über seinen Schritt informiert. "Er meinte, das Leben gehe eben manchmal seltsame Wege", so Zimmermann. Bei Jena hatte Klingbeil seine aktive Karriere ausklingen lassen. Der FCL indes sieht sich gut aufgestellt, um die unerwartete Situation zu meistern. "Mit Heiko Junghans ist ein B-Jugend-Trainer in den Männerbereich aufgerückt. Er wird das Team zunächst führen." Das spielfreie Wochenende komme dabei allen entgegen. Weiterhin stünden mit Co-Trainer Martin Lauckner und Torwart-Coach Jörg Frister erfahrene Leute an der Seite der Mannschaft. Laut Zimmermann habe Klingbeil noch vor einem Dreivierteljahr eine Anfrage von Jenas Ex-Trainer Lukas Kwasniok abgelehnt. Der wurde Ende September nach zehn sieglosen Spielen entlassen. "Jetzt hat sich René für diesen Schritt entschieden", so Zimmermann.

Klingbeil kam 2017 nach Lößnitz und erreichte mit dem Team Rang 4, das vorige Saison Platz 3 belegte. Mit Schmitt verbindet ihn eine Auer Zeit. Letzterer war von 2008 bis 2012 FCE-Trainer, stieg 2010 mit den Veilchen in die 2. Bundesliga auf. Klingbeil wiederum war nach den Stationen Mönchengladbach, Hamburger SV und Viking Stavanger von 2008 bis 2015 ein Lila-Weißer. Der Abwehrchef und Aufstiegsheld schoss in 220 Partien zehn Tore. Nun steht der gebürtige Ost-Berliner, der zuletzt als Finanzberater arbeitete, vor einer neuen Herausforderung.

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