Konterstarke Auer entscheiden Derby in Zwönitz klar für sich

Das zweite Team des EHV hat in der Sachsenliga der Handballer den Gastgeber HSV mit 13 Toren Abstand bezwungen. Die Frauen des SV Schneeberg zeigten sich von ihrer kürzlichen Auswärtspleite gut erholt.

Zwönitz/Schneeberg.

Die Männer des Zwönitzer HSV haben ihr erstes Saisonderby in der Handball-Sachsenliga gegen den EHV Aue II zu Hause mit 25:38 (12:21) verloren. In Sachen Treffsicherheit bei Torchancen sowie im Konterverhalten waren die Auer den Gastgebern an diesem Tag zu deutlich überlegen, als dass der HSV hätte verhindern können, dass die Gäste schon zur Pause quasi uneinholbar vorn lagen.

Freilich muss erwähnt werden, dass mit Sven Hartenstein, Abwehrchef Vasek Kotesovec und Bill Hofmann auf Zwönitzer Seite drei Leistungsträger krankheits- oder verletzungsbedingt fehlten. Ein besseres Ergebnis für die Einheimischen hätte es mit voller Kapelle wohl gegeben. Ob es zu etwas Zählbarem gereicht hätte, bleibt trotzdem fraglich. Denn mit dem sehenswerten, präzisen Konterhandball, den das EHV-Juniorteam zelebriert, hat jeder Gegner in der Liga zu kämpfen. Das Team steht nicht ohne Grund in der Tabelle auf Rang 2. "Dieses Tempo mitzugehen war meiner Mannschaft heute nicht möglich. Der Auer Erfolg ist auch in der Höhe verdient", so HSV-Coach Frank Riedel.

Vor gut 200 Zuschauern zeigten die Zwönitzer nur in den ersten zehn Minuten, wie man den Auern Paroli bieten kann. Mit druckvollen Angriffen und Gefahr von allen Positionen war man im Angriff recht erfolgreich, nach neun Minuten lag der HSV 5:4 in Führung. Doch mehr und mehr Fehler spielten den Gästen in die Karten (5:8/14.). Auch danach jagte ein Gästekonter den nächsten - neun Tore Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff sprechen Bände.

Nach den Stationen 19:26 (44.) und 21:30 (50.) nutzte Aue II noch einige Zwönitzer Offensivschnitzer.

Zwönitz: Kerner, Treuter; Brecko (9/3), Langer (2), Anger (1), Becher (1), Treitschke, Fritsch, Schlömer, Löbner (7), Lieberei (5), Meischner. Aue II: Bamler, Espig; Schäfer (3), J. Fischer, Briest (1), Herpich (4), Unbehauer (2), Schwenning (2), Roth (13/2), S. Fischer (7), Stief, Jo. Fischer (6), Schmidtke. (bral) Die Frauen des SV Schneeberg haben in eigener Halle das Sachsenliga-Schlusslicht Radeberger SV mit 42:23 (25:10) bezwungen. Nach der deutlichen Niederlage beim souveränen Tabellenführer zeigten sich die Bergstädterinnen gut erholt, beeindruckten die Gäste mit Offensivdruck und Tempospiel. So hieß es nach sieben Minuten 7:0. Über das 19:4 (20.) baute Schneeberg den Vorsprung auf 22:6 aus, ehe sich einige Flüchtigkeitsfehler einschlichen.

Auch nach der Pause ließ sich der Gastgeber das Zepter nicht aus der Hand nehmen, blieb über alle Positionen im Angriff erfolgreich. Schneebergs Trainer Sascha Thieme war mit dem Auftritt seines Teams insgesamt zufrieden, machte aber trotzdem etwas Verbesserungspotenzial aus: "In der zweiten Hälfte haben wir uns zu viele einfache Ballverluste geleistet. Im Tempospiel gilt es noch konzentrierter zu arbeiten."

Mit nun 12:6 Punkten wahrt der SVS den Anschluss im oberen Tabellendrittel. Am kommenden Samstag gibt es wieder eine schwierige Auswärtspartie beim ebenfalls gut gestarteten Aufsteiger SV Rotation Weißenborn an. Laut Trainer Thieme könnte das ein sehr spannendes Match auf Augenhöhe werden.

Schneeberg: Keßler, Kehrer, Putzker; Meyer (3), Martin (4), Küchler, Leonhardt (10/1), Bamler (6), Zipplies (3), Norr (1), Kolbe (9), Graupner (6). (stl)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...