Krokusse blühen unterm Hallendach auf

Die ersten beiden Titel des Erzgebirgs-Hallencups 2020 haben sich die FVK-Nachwuchs-Kicker aus Drebach und Falkenbach geschnappt. Auch im dritten Endrundenturnier des Wochenendes schnupperte ein Teamausder Region am Pokalgewinn.

Burkhardtsdorf.

"In Drebach, wo die Krokusse blühen" heißt es in einem Lied. Dass dieses bereits am vergangenen Samstag mehrfach angestimmt werden konnte, hat weniger mit dem Klimawandel zu tun. Vielmehr bejubelten die Nachwuchs-Fußballer des FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach damit ihren Erfolg beim Erzgebirgs-Hallencup. Und zwar gleich zweimal, denn nachdem sich am Mittag in der Burkhardtsdorfer Arena die F-Junioren den Siegerpokal gesichert hatten, legten abends die D-Jugend-Kicker den zweiten Titel nach. Am Sonntag schaffte es mit den E-Junioren der SV Olbernhau ein weiterer Lokalvertreter ins Endspiel, musste sich dort aber geschlagen geben.

F-Junioren: Sechs Teams boten sich viele Duelle auf Augenhöhe. Dass keins davon mit mehr als zwei Toren Unterschied endete, spricht für die Ausgeglichenheit im Teilnehmerfeld. In einem aber hoben sich die jungen Krokusse, die in dieser Altersklasse eine Spielgemeinschaft mit Venusberg bilden, von den anderen Teams ab: Kampfgeist. "Spielerisch waren wir nicht so stark wie in der Vor- und Zwischenrunde", gesteht Trainer Marcel Wagler: "Dafür haben alle kämpferisch überzeugt." Dies hatte zur Folge, dass vor allem die Defensive gut stand und die Gegner kaum zu Chancen kamen. "Wichtig war auch, dass wir mit dem 2:1-Sieg gegen Stollberg gut reingekommen sind", so Wagler. Es folgten weitere Siege gegen Annaberg (1:0), Grünhain-Beierfeld (2:1) und Großrückerswalde (2:0). Weil sich die anderen Teams im Modus jeder gegen jeden gegenseitig bezwangen, war Platz 1 vorzeitig gesichert. Spieler wie Eddy Blechschmidt und Ronny Münzner, die ins All-Star-Team gewählt wurden, konnten im abschließenden Spiel gegen Burkhardtsdorf (1:2) geschont werden. "Auch der jüngere Jahrgang hat seine Sache toll gemacht", betont Wagler. Zufrieden mit Platz 2 war Mario Hänel, der zusammen mit Florian Hänel das Großrückerswalder Team inklusive All-Star Jakob Schuster betreute: "Es war generell ein Turnier auf hohem Niveau." Durch das 1:1 gegen Annaberg und die Niederlage im direkten Duell fehlten aber letztlich zwei Punkte zu Drebach.

D-Junioren: Als einzige Mannschaft blieb die SV Olbernhau ohne Sieg. "Aber für uns war allein schon die Qualifikation ein riesiger Erfolg", betont Trainer Kai Müller, dessen Team auch das Spiel um Platz 7 mit 2:3 gegen Grünhainichen verlor. Somit gelang zumindest dem GBC ein versöhnlicher Abschluss, nachdem das Team zuvor nicht die Erwartungen des Trainers erfüllte. "Unser Ziel war eigentlich das Halbfinale", sagt Peter Bauer und ergänzt: "Zu viele Leistungsträger konnten diesmal ihr Potenzial nicht abrufen." Dafür wusste wieder der FV Krokusblüte zu überzeugen, der nicht zuletzt dank All-Star-Torhüterin Nina Neubert neben Grünhainichen (4:2) in der Gruppenphase auch Neudorf (2:1) bezwang. Gegen Oelsnitz setzte es zwar eine 1:2-Niederlage. Doch weil die Konkurrenz erneut sehr ausgeglichen war, zog der FVK als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Und nach dem 1:0 gegen Sosa bot sich dann die Chance zur Revanche. Im Finale trafen die Krokusse erneut auf Oelsnitz und ließen diesmal kein Gegentor zu. Stattdessen zappelten zwei eigene Schüsse im Netz. "Eigentlich haben wir gar nicht so die Hallentypen in unserer Mannschaft. Aber einer hat für den anderen gekämpft", sagt Trainer André Hoffmann. Zusätzlich habe sich die Kulisse mit mehr als 300 Zuschauern motivierend ausgewirkt. Allein schon der FSV Sosa war mit einem großen Bus gekommen.

E-Junioren: Tolle Stimmung herrschte auch am Sonntag. Diesmal war der VfB Zöblitz per Bus angereist, um vielen Eltern und Fans Platz zu bieten. "Für die Spieler war es ein tolles Erlebnis", sagt Trainer André Diekmann, der gleichzeitig feststellt: "Einige waren dadurch auch etwas nervös." Nur so konnte er sich erklären, dass der VfB nicht an die Vor- und Zwischenrunde mit insgesamt nur einem Gegentor anknüpfte. Dem ordentlichen Auftakt gegen Neudorf (3:1) folgten bittere Niederlagen gegen Erzgebirge Aue (1:2) und Stollberg (0:1). Immerhin stellte der 2:1-Sieg gegen Schlettau im Spiel um Platz 5 einen Trost dar - ebenso wie die kleinen Pokale, die Diekmann im Vorfeld für seine Spieler besorgt hatte. Die Chance auf den ganz großen Pott wahrten sich bis zum Schluss die Olbernhauer, die trotz eines 2:5 gegen Lößnitz weiterkamen. Siege gegen Schlettau (3:0) und Auerhammer (3:1) brachten sie ins Halbfinale, in dem die SVO-Kicker Nervenstärke bewiesen. Im Entscheidungsschießen zwangen sie Stollberg mit 6:5 in die Knie. Im Endspiel waren die Lößnitzer, die zuvor in letzter Sekunde 1:0 gegen Aue gewonnen hatten, wieder eine Nummer zu groß. "Spielerisch waren andere besser, aber bei uns standen alle füreinander ein", sagt Trainer Lutz Spartmann. Aus seinen Reihen wurde Lucius Bilz ins All-Star-Team gewählt - ebenso wie der Zöblitzer Ian Münnich.


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