Kugel für den guten Zweck

Die HSV Eintracht Seiffen hat "60 Jahre Kegelsport" gefeiert. Dabei gab es Wichtigeres als die erreichten Punktzahlen.

Seiffen.

Auch wenn sich der Kegelsport in den einzelnen Ligen noch in der Sommerpause befindet, haben die Kegler der HSV Eintracht Seiffen einen Grund gefunden, um die Kugeln zu schieben - und der Grund war im wahrsten Sinne des Wortes ein guter: Anlässlich des Jubiläums "60 Jahre Kegelsport in Seiffen" veranstalteten die Kegler um HSV-Abteilungsleiter Kai Weber jüngst ein Benefizturnier in ihrem Heimatort zugunsten der Kinder- und Jugendzentren Pobershau und Lippersdorf.

Ab dem Jahr 1958 wurde, damals noch als BSG Aufbau Seiffen, Kegelsport im Dorf betrieben. Zum Jubiläumsturnier in 2018 waren die Kegelvereine des Mittleren Erzgebirgskreises eingeladen, von denen Pulsschlag Neuhausen, SV Dörnthal und Fortuna Weißbach dem Ruf nach Seiffen folgten. Kai Weber sagt: "Dazu kamen noch die Spieler der Kegelfreunde Dresden, zu denen wir ein freundschaftliches Verhältnis pflegen. Sie richten jährlich Ende April ein Benefizturnier aus, dessen Erlös für behinderte Kinder eingesetzt wird." Dort beteiligten sich die Seiffener schon mehrmals ihrerseits. "Selbstverständlich durften auch unsere bayrischen Sportfreunde vom SKV Bruck nicht fehlen." Zu Seiffens oberpfälzischer Partnergemeinde werden seit 1990 ebenfalls gute Kontakte gepflegt. Aus den eigenen Reihen starteten sogar zwei Mannschaften, da sich die Abteilung Kegeln heute aus Sportlern des ehemaligen KSV 91 Olbernhau und der HSV zusammensetzt. Diese traten beim Turnier unter den Namen "HSV Eintracht Seiffen - Oldstars" und "KSV 91 Olbernhau - Oldstars" an.

Die Jagd nach möglichst viel Holz stand dann beim Benefizturnier aber nicht im Vordergrund. Die Zielsetzung war innerhalb des jeweiligen Teams, ein sehr gleichmäßiges Resultat zu erzielen. Eine möglichst geringe Differenz vom niedrigsten zum höchsten Einzelergebnis war also entscheidend für einen Erfolg. Da dennoch mit Ehrgeiz gekegelt wurde, gab es für höchste Punktzahl einen gesonderten Preis, den mit Michl Bruckner vom SKV Bruck der jüngste Teilnehmer der Veranstaltung beanspruchte. "Ich denke, alle Teilnehmer waren Gewinner bei diesem Turnier, auch wenn unser HSV-Team den Sieg holte. Wir haben uns für die Teilnahme und die Unterstützung der Spendenaktion mit einer Urkunde bedankt", kommentiert Weber, worauf es in seinen Augen bei so einem Wettbewerb ankommt. Am Ende stand durch den Verkauf von Speisen und Getränken ein Betrag von 250 Euro zusammen. Alf Brückner vom Kinder- und Jugendzentrum Pobershau nahm am Nachmittag stellvertretend für beide Einrichtungen die Spende entgegen. Er sagt: "Mit dem Geld organisieren wir Veranstaltungen, um etwas Abwechslung in den Alltag unserer Kinder zu bringen. So gibt es sicher wieder ein Skilager."

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