Langer Weg beginnt am Kegelsberg

Auch in der kalten Jahreszeit beweisen sich die Leichtathleten des LV 90 Erzgebirge unter freiem Himmel. Dem eigenen Crosslauf inGelenaufolgen bis zum März noch weitere Höhepunkte im Gelände.

Gelenau.

Offiziell ist die Freiluftsaison für die Leichtathleten längst vorüber, doch viele Nachwuchssportler des LV 90 Erzgebirge sind immer noch des Öfteren draußen unterwegs. Grund dafür ist die Hartnäckigkeit ihres Trainers. Für Maik Werner, selbst ein passionierter Ausdauersportler, "gehören Crossläufe einfach dazu". Die Herausforderung im Gelände schult in seinen Augen den Charakter der Athleten: "Sie lernen, sich auch bei widrigem Wetter durchzubeißen."

Ganz so schlecht meinte es Petrus dann aber doch nicht mit dem LV 90, als dieser am Samstag seinen 3. Vereinscrosslauf ausrichtete. Bei guten Bedingungen hatten die Jüngsten eine 1000-Meter-Runde im Freibad zu bewältigen. Auf die älteren der insgesamt 117 Teilnehmer wartete eine Zwei-Kilometer-Runde um den Kegelsberg. Dass am Ende zahlreiche Siege für die Gastgeber zu Buche standen, wollte Werner nicht überbewerten. "Leider waren bis auf Ehrenfriedersdorf und Gornsdorf kaum andere Vereine vertreten", sagt der Trainer, der mit seiner Veranstaltung diesmal nicht den Zuschlag für die Ausrichtung der Regionalmeisterschaft erhielt.

Die Aussicht auf offizielle Titel weckte im Vorjahr größeres Interesse - und soll es auch 2020 wieder tun. "Wir werden uns für nächstes Jahr wieder bewerben", sagt Werner, der mit dem 3. Gelenauer Crosslauf aber auch so zufrieden war. "Toll war, wie auch viele Eltern bei der Organisation mit angepackt haben", berichtet der Trainer. Außerdem habe der Wettkampf für seine Schützlinge mit Blick auf die Landesmeisterschaft, die am kommenden Wochenende in Bautzen ansteht, eine wichtige Generalprobe dargestellt. Den 16 Startern, die den LV 90 auf sächsischer Ebene vertreten werden, traut Werner mehrere Medaillen zu. "Titel zu gewinnen, wird aber ganz schwer", so seine Prognose.

Nach Bautzen ist für die Läufer noch längst nicht Schluss. Schließlich steht am 22. November noch der Vereinscross der WSG Schwarzenberg/Wildenau in Geyer auf dem Programm. Und dann gilt es, sich bis weit ins neue Jahr hinein fit zu halten. Denn der abschließende Höhepunkt steigt erst am 7. März in Sindelfingen. Bei der dortigen Deutschen Meisterschaft will Werner mindestens neun Sportler an den Start schicken, um so auch drei Teams bilden zu können. In der Vorsaison hatten neben Christopher Arnold (3./U 16) vor allem die U-18-Mädels als Sechste der Mannschaftswertung überzeugt. "Diese Meisterschaft ist hoch angesiedelt", betont Maik Werner und verweist auf die Teilnahmen prominenter Leichtathletinnen wie Konstanze Klosterhalfen und Gesa Felicitas Krause.

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