Laufsportler schwitzen zur Kaffeezeit

Wintersportler werden im Sommer gemacht. Nehmen die den anderen nun die Medaillen weg und werden es deshalb weniger Starter wie jetzt beim Pöhlberglauf?

Annaberg-Buchholz.

138 Sportlerinnen und Sportler, davon 50 Kinder auf der Bambinistrecke, sind am Samstagnachmittag zur 5. Auflage des Pöhlberglaufs angetreten. "Das sind weniger als im Vorjahr", bilanzierte der Chef des ausrichtenden SC Norweger Annaberg, Michael Scheller. Zuvor waren sie die 6,7 Kilometer vom Gelände der Agrarfarm Königswalde bis hinauf zur Bergstation des SC Norweger auf dem Pöhlberg gelaufen. Als Sieger kamen zwei Hochleistungs-Skilangläufer aus Oberwiesenthal ins Ziel: Monique Siegel und Vincent Waller. Sie benötigten 36:11 beziehungsweise 30:49 Minuten für die Distanz.

"Es war ganz gut, aber sehr anstrengend. Ich hatte sogar etwas Seitenstechen, aber in Sebastian Groß einen starken Partner. Mit ihm bin ich super gelaufen", so die 27-jährige Gewinnerin. Die Leistungssportlerin hatte vor der Route mit der teils 33-prozentigen Steigung etwas tief gestapelt: "Das Rennen ist für mich nur Spaß, nicht wirkliches Training. Ich will einfach so schnell wie möglich oben sein", nahm sie es locker, nachdem sie am Abend zuvor noch zur Sportgala in Aue gewesen war. Siegel gewann vor Katja Richter vom PSV Zittau und Maria Schönherr aus Annaberg-Buchholz.

Auch unter den Männern war ein Langläufer vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal der Schnellste: Vincent Waller. "Ich habe von Anfang an Druck gemacht, um das Feld zu zerreißen. Den Anstieg ging es sehr gut hoch", so der Wiesenbader, der bislang bei allen Auflagen dabei war. "Immer auf dem Podest, aber nie als Sieger. Deshalb wollte ich gewinnen", sagte der 20-Jährige. Er schwärmte vom perfekten Laufwetter und siegte vor André Fischer vom TSV Dresden und Toni Escher vom gastgebenden Verein.

Dass weniger Leute da waren, störte Scheller indes nicht. "Wir wissen ja, dass die Sportlerehrung des Landesskiverbandes ansteht. Da fehlen einige, die sonst bei uns waren und gern gesehen sind", begründete der Vereinschef seine Zufriedenheit.

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