Licht und Schatten auf der Matte

Die Thalheimer Ringer haben bei den Deutschen Meisterschaften im Saarland nicht vollends überzeugt. Eine allerdings durfte gleich doppelt jubeln.

Thalheim.

Die deutschen Freistil-Meisterschaften in fernen Saarland: Für die Ringer des RV Thalheim waren sie nicht durch die Bank eine Erfolgsgeschichte. Mit vier Athleten, zwei Männern und zwei Frauen, waren die "Mattenfüchse" in Riegelsberg an den Start gegangen. Die Ausbeute: eine Silbermedaille für Emilie Haase im Limit bis 53 Kilogramm.

Die 19-Jährige durfte dabei nach langer Leidenszeit jubeln. Ein Jahr lang war sie außer Gefecht gesetzt, zunächst wegen Bandscheibenproblemen, dann wegen einer langwierigen Bänderverletzung. In Riegelsberg bestritt sie erst den dritten Wettkampf nach ihrer Rückkehr. Dabei gelang ihr zunächst ein 3:1-Punktsieg gegen Angelina Purschke vom SV Warnemünde, bevor sie Sina Moosmann (Tennenbronn) auf die Schultern legte. Im Finale gegen die überragende Nina Hemmer (Ückerath) - immerhin amtierende Militärweltmeisterin - ereilte sie dieses Schicksal dann selbst. Für die Europameisterschaften, die im Juni im spanischen Pontevedra über die Bühne gehen, ist Emilie Haase nun ebenfalls qualifiziert - allerdings nach einem Umweg. "Sie musste im Anschluss an den Auftritt im Saarland noch nach Heidelberg, um dort einen Entscheidungskampf gegen eine Athletin aus Aschaffenburg zu absolvieren, den sie mit 5:2 gewann", so Richter.

Mit dem, was er von seiner zweiten Starterin zu sehen bekam, zeigte sich der Thalheimer Trainer unterdessen nicht so richtig zufrieden. Lilly Schneider wurde im Limit bis 76 Kilogramm nur Fünfte von sechs Teilnehmerinnen. Dabei wurmte den Coach vor allem die 1:3-Punktniederlage gegen Selina Wühr vom TSV Faurndau, die sie erst kürzlich noch geschlagen hatte. Die klare 0:4-Schlappe nach Technischer Überlegenheit gegen die ehemalige Weltmeisterin Aline Rotter-Focken (Krefeld) sei hingegen zu erwarten gewesen. "Lilly war in der vergangenen Woche außerdem krank und nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte", so Richter. Zudem liege der Fokus schon auf der EM, für die sie - im Gegensatz zu Emilie Haase - schon im Vorfeld qualifiziert war.

Bei den Männern kassierte Florian Pohl in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm eine 0:4-Niederlage gegen den Deutschen Vizemeister von 2018, Nico Megerle vom ASV Urloffen, und musste danach nicht mehr auf die Matte - Platz 8. "Er hat aber ordentlich gekämpft, so Richter. Auch Lukas Kahnt ging in seiner Kategorie bis 70 Kilogramm zunächst als Verlierer von der Matte - gegen den späteren Titelgewinner Tim Stadelmann aus Nürnberg verlor er auf Schultern. Doch mit einem 3:1-Punktsieg bezwang er danach Nils Klein (KSV Köllerbach) in der Hoffnungsrunde und qualifizierte sich noch für den Kampf um Platz 3. In diesem unterlag er dann Kai Burkon vom Gastgeber KV Riegelsberg und wurde am Ende Fünfter.

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