Lila-Weiße ohne Chance gegen starke Franken

Die Bundesliga-Ringer des FC Erzgebirge Aue haben erneut eine Niederlage kassiert. 9:20 endete der Heimkampf gegen den SV Johannis Nürnberg.

Aue.

Mehr als ein paar Achtungszeichen sind für die Bundesliga-Ringer des FC Erzgebirge Aue nicht drin gewesen: Gegen den SV Johannis Nürnberg setzte es am Sonnabend zuhause erneut eine Niederlage, die mit 9:20 recht hoch ausfiel. Nur drei Duelle konnten die Veilchen für sich entscheiden. Dabei hatte sich der wieder genesene Chefcoach Björn Schöniger mehr ausgerechnet. "Aber es lief vieles anders, als erwartet", sagte er.

Der Ausgang des ersten Duells an diesem Abend war jedoch klar. Mit Nugsari Tsurtsumia schickten die Gäste einen amtierenden Weltmeister (55 kg/k) auf die Matte. "Keiner von uns hätte gegen ihn eine Chance gehabt", so Schöniger. Roy Gläser, ohnehin mit Übergewicht, stellte sich der Aufgabe und unterlag dem Georgier technisch unterlegen nach 57 Sekunden. Härter traf Schöniger da die Niederlage auf Schultern von Schwergewicht Nico Schmidt. "Freistil ist seine ungeliebte Stilart. Er ging gut mit, ehe ihn eine Beinsichel erwischte." Unter den Erwartungen des Trainers blieb Aues Said Gazimagomedov (61 kg/F), der vier statt nur drei Punkte hätte holen können. Rolf Linke (98 kg/k) schlug sich gegen den schwedischen Meister Emil Sandahl wacker. "Er gab nur zwei Zähler ab. Echt stark, zumal Rolf in den oberen Gewichtsklassen auf gute ausländische Ringer trifft und nur Außenseiter ist." Bitter für die Gastgeber: Der Ungar Mate Krasznai fiel wegen Kreuzbandriss aus, so vertrat ihn Philipp Herzog (66 kg/k) gegen den mehrfachen deutschen Meister Deniz Menekse. "Mate hätte gewonnen, Philipp gab sein Bestes und nur drei Zähler ab", zollte Schöniger seinem Schützling Respekt. Siege traute er Franco Büttner (86 kg/F) und Krzysztof Bienkowski (71 kg/F) zu. Doch es kam anders. Wie erwartet unterlegen war indes Francis Weinhold (80 kg/k) dem U23-Europameister Zoltan Levai. Stark präsentierten sich wiederum Aues 75er Krisztian Jäger (k) und Zsombor Gulyas (F), die beide siegten. Letzterer gibt trotz der Durststrecke des FCE die Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht auf. "Wir sind eine super Truppe", so der Ungar, der gerade 20 Jahre alt wurde und in Leipzig als Landestrainer den Freistil-Nachwuchs betreut. "Eine tolle Aufgabe", so der Athlet, der sich in Aue pudelwohl fühlt. "Wie eine große Familie. Das findet man selten." Trotz des kleinen Budgets sei das Team gut aufgestellt. So hofft Gulyas noch auf zwei Siege in dieser Saison. Erfolge vor allem zuhause wünscht sich Schöniger - nicht zuletzt fürs Publikum. "Unsere Fans beweisen Leidensfähigkeit. Das verdient Respekt."

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