Lößnitzer beschenken Trainer zu dessen Einstand

Die FCL-Kicker haben in der Sachsenliga mit einem 3:1-Sieg ihrem Coach eine Freude bereitet. Dieser bewies dazu ein gutes Händchen beim Wechseln.

Lößnitz.

Einstand gelungen: Der FC Lößnitz hat seinem neuen Trainer Heiko Junghans gleich im ersten Spiel einen Sieg geschenkt. Die Erzgebirger gewannen beim Radebeuler BC mit 3:1 (0:1). Der neue Coach freute sich auch noch zwei Stunden nach dem Abpfiff riesig: "Das Gefühl ist nach wie vor sehr euphorisch, vor allem auch, weil wir das Spiel gedreht haben."

Der Start in die Partie lief anders als erwünscht. Bereits in der 13.Minute lagen die Lößnitzer hinten. "Wir haben in der ersten Halbzeit zwar einen guten Fußball gespielt, aber unsere Möglichkeiten einfach nicht genutzt", so Junghans, der bis dahin fünf glasklare Chancen sah. "Doch es fehlte immer eine Kleinigkeit im Angriff: Mal war es der eine Schritt zu spät, mal etwas anderes. Aber es lag letztendlich immer an uns selbst", so der Trainer.

Die Halbzeitansprache war nicht laut, aber mit Nachdruck: "Wir wollten unser Spiel nach vorn noch aggressiver machen und haben taktische Wechsel vorgenommen", fasste Junghans zusammen. So kamen Martin Sprunk für Henrik Jochmann und in der 63. Minute Samiou Tchagbele für Max Prügner ins Spiel. In der 65. Minute war es dann soweit. Lößnitz gelang durch Marcel Becher der Ausgleich nach einem exzellenten Freistoß. Doch damit gaben sich die Gäste nicht zufrieden. Ein Dreier war das erklärte Ziel. "Das, was wir uns vorgenommen haben, konnten wir dann auch auf den Platz bringen", sagte der Trainer. Und so zappelte der Ball zum zweiten Mal im Netz des Radebeuler BC. Der Torschütze war der erst eingewechselte Samiou Tchagbele. Sechs Minuten vor Schluss machte Marcel Becher den Sack zu. "Wenn man sich die Begegnung genau anschaut, hätte das Ergebnis noch höher ausfallen müssen. Wir hatten auch in der zweiten Halbzeit viele Chancen", so Heiko Junghans. Ein regulärer Treffer sei als Abseits abgepfiffen worden. Das war besonders ärgerlich für den schon zum Jubeln bereiten, vermeintlichen Torschützen Martin Sprunk. Die Lößnitzer Abwehr war in der gesamten Partie kaum gefordert. "Der Führungstreffer ist aus unserem eigenen Fehler entstanden", schilderte der Trainer. Vor allem nach der Pause sei es ein Spiel auf ein Tor gewesen.

Obwohl Junghans vor allem die Mannschaftsleistung in den Mittelpunkt rücken wollte, muss Marcel Becher besonders genannt werden. Er erzielte nicht nur das erste und dritte Tor, auch das zweite hatte er mit einem Solo gut vorbereitet. "Marcel hat dem Spiel wirklich seinen Stempel aufgedrückt", sagte der Neue an der Seitenlinie des FC.

Sein Team steht in der Tabelle mit nunmehr 14 Punkten auf Platz6. Nächste Woche kommt der SV Einheit Kamenz ins Erzgebirge. Anstoß ist am Samstag 15 Uhr.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...