Lugauer Verein trauert um Urgestein

Ringen: Rolf Vetter hatte maßgeblichen Anteil an der Entwicklung vieler Talente

Lugau.

Beim Ringerverein Eichenkranz Lugau hängen die Fahnen derzeit auf halbmast. Der Verein trauert um Rolf Vetter. Der ehemalige Athlet und Trainer, eines der ältesten Mitglieder des Vereins, ist vor kurzem nach langer schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren verstorben. "Mit Rolf verlieren wir einen unserer verdienstvollsten Trainer und einen treuen Sportkameraden", sagt Eichenkranz-Trainer Jan Peprny.

Als junger Bergmann kam Rolf Vetter im Alter von 17 Jahren in den Verein, der damals den Namen Aktivist Zentronik Oelsnitz trug. Schnell wurde er Stammringer in der ersten Mannschaft und feierte mit dieser in der DDR-Liga und später in der DDR-Oberliga beachtliche Erfolge. Nach seiner Aktiven-Laufbahn wurde er 1978 der erste und einzige hauptamtliche Trainer der Eichenkränze. "Er war maßgeblich am Aufbau unseres bis heute bestehenden Trainingszentrums Ringen beteiligt. Seine Schützlinge haben bei Kreis-, Bezirks- und sogar DDR-Meisterschaften ordentlich abgeräumt", blickt Peprny zurück. Insgesamt 15junge Ringer habe Vetter in dieser Zeit an die Sportschule in Zella-Mehlis delegiert - Bestwert im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt. An der Zahl ihrer Delegierungen seien Trainer damals gemessen worden.

Nach der Wende zog sich Vetter vom Trainerposten zurück, blieb dem Sport aber verbunden. So wurde er Mitglied bei den "alten Athleten" und initiierte den Umbau der Gerätehalle des Vereins zum Sport- und Freizeitzentrum Lugau.

Selbst die jüngste sportliche Entwicklung des Lugauer Vereins rückt derzeit in den Hintergrund. Statt sich nach dem letzten Platz in der Regionalliga Mitteldeutschland Gedanken über die neue Saison zu machen, sagt Jan Peprny: "Wir werden Rolf vermissen." (karny)


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