Lugauer warten weiter auf Punkte

Ringen, Regionalliga: Beim 15:19 in Leipzig verkauften sich die Gäste aber gut

Lugau.

Für die Regionalliga-Ringer des RVE Lugau heißt es weiter warten. Warten auf den ersten Punkt in dieser Saison, die sich so langsam auf die Halbzeit zu bewegt. Am Samstag waren die Erzgebirger wieder einmal nah dran. Nicht so sah wie in Berlin, als sie die Sieg erst im letzten Duell vergaben. Aber immerhin. "Wenn Anton und Krysztof dabei gewesen wären, hätten wir gewonnen", sagte Trainer Jan Peprny. So aber kämpfte der eine, Anton Vieweg, um den Bärencup in Dänemark, während der andere, Krysztof Sadowik, sich in seiner Heimat auf die polnische Meisterschaft vorbereitet - und die Lugauer mussten eine 15:19-Niederlage beim KFC Leipzig quittieren.

Die war aber auch ohne das Duo vermeidbar, hätten die Gäste im ersten Durchgang so gerungen wie nach der Pause. Doch da zeigten die Erzgebirger nur eindrucksvoll, warum sie das Tabellenende zieren. Robert Dobrodziej, seit Wochen außer Form, versuchte sich im Rückstand an einer Verzweiflungs-Souplesse und legte sich selbst auf die Schultern. Moritz Frey und Superschwergewichtler Jan Landgraf waren danach ebenso chancenlos wie Jan Richtsteig im 98-Kilo-Limit, der zudem eindeutige Konditionsprobleme offenbarte. Erst danach wurde es aus Lugauer Sicht besser - dann aber gleich richtig. Tim Hamann zeigte gegen den keineswegs schwachen Fabio Moleiro einen herausragenden Kampf, genau wie Trainersohn Toni Peprny. Der durfte endlich einmal wieder im klassischen Stil ran und legte seinen Gegner Roman Chernov sogleich auf die Schultern. Zudem siegte Marco Scherf knapp nach Punkten, Tim Walther sackte kampflos vier Punkte ein.

Den Vogel schoss aber das Duell zwischen Frederik Esser und Arne Brömme ab. Der Leipziger kam mit dem unorthodoxen Kampfstil des Linkshänders, der nur ausnahmsweise auswärts mit am Start war, überhaupt nicht zurecht und unterlag 0:13. Danach stapfte er in die Lugauer Ecke, entledigte sich dort seiner Schuhe und stellte sie anschließend in die Mitte der Matte - als Zeichen für sein spontanes Karriereende. Danach sollen unschöne Worte gefallen sein. "Er ging zu Freddie und hat ihm gesagt, dass er auch gleich aufhören könne, wenn er gegen einen solchen Niemand verliert", so Peprny. Die letzte Chance, in der Hinrunde zu punkten, haben die Lugauer am kommenden Samstag. Dann geht es nach Potsdam zum Kellerduell.

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