Mädchenpower führt zu Sieg

Anina Urlaß hatte beim Mini-Bike-Rennen in Mülsen die Knaben im Griff. Da konnte selbst der Bruder nur staunen.

Hohndorf.

Mit souveränen Siegen hat Anina Urlaß ihr Heimrennen am Samstag ganz nach ihren Vorstellungen gestaltet. Beim zweiten AMC Pocket- und Mini-Bike-Rennen in der Arena Mülsen markierte die neunjährige Hohndorferin die mit Abstand schnellste Trainingszeit in der Einsteigerklasse, um danach in beiden Wertungsläufen mit elf und neun Sekunden Vorsprung ihren meist männlichen Konkurrenten den Auspuff zu zeigen.

"Als ich 2019 bei den Pocket-Bikes vorzeitig als Meisterin feststand, hatte ich ja schon einen Gaststart mit dem Mini-Bike. Das lief schon ganz gut." Beim Einführungslehrgang 2020 und auch beim ersten Rennen in Bopfingen habe sie gesehen, dass sie auch mit dem Mini-Bike vorn dabei sein kann. "Dass es aber hier gleich so gut lief, hat mich doch ziemlich überrascht", stapelte Anina Urlaß tief, denn bei ihrem Heimspiel war sie sehr dominant.

Beim Saisonauftakt zwei Wochen zuvor in Baden-Württemberg kam sie auf Grund technischer Probleme "nur" auf die Plätze 5 und 3, doch beim von ihrem AMC Sachsenring organisierten Rennen in Mülsen war sie in allen relevanten Sessions eine Klasse für sich. Damit stahl sie ihrem drei Jahre älteren Bruder Phil etwas die Schau. Allerdings muss man festhalten, dass dieser mit 1,64 Metern deutlich größer und damit auch schwerer als seine Kontrahenten in der Mini-Bike-Nachwuchsklasse ist. Im ersten Lauf konnte er zumindest Sechster werden, doch im zweiten musste er sich mit einem abgebrochenen und beim Boxenstopp notdürftig reparierten Schalthebel mit Rundenrückstand auf Rang 9 begnügen.

In Mülsen hatten weitere Erzgebirger oft Grund zur Freude. Der neunjährige Robin Siegert aus Pockau-Lengefeld wurde nach einem 4. und einem 2. Platz in Bopfingen in Mülsen hinter Anina Urlaß zweimal Zweiter. In der untersten Kategorie für Einsteiger, den Pocket Bikes, sah der erst achtjährige Phil Claußnitzer aus Deutschneudorf im ersten Rennen keine Zielflagge und wurde im zweiten Lauf Zehnter beziehungsweise Siebter der sogenannten GRC-Wertung.

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