Mannschaften rücken enger zusammen

In der Fußball-Kreisliga Ost dominiert weiterhin die BSG Motor Zschopau. Dahinter wächst jedoch die Spannung, zumal ein Team am Sonntag den Bann brechen konnte.

Zschopau.

Selbst mit dünner Personaldecke bleiben die Zschopauer Fußballer in der Kreisliga Ost eine Klasse für sich. In Abwesenheit mehrerer Leistungsträger rücken derzeit einige Routiniers in den Fokus. Trug sich vor einer Woche beim 4:2-Sieg in Königswalde der 57-jährige Frank Seefeldt in die Torschützenliste ein, so brachte nun am siebenten Spieltag Ulf Mortensen den Spitzenreiter auf die Siegerstraße. Beim 2:0-Erfolg in Wolkenstein traf der 44-Jährige bereits in der zweiten Minute und trug somit seinen Teil dazu bei, dass die weiterhin ungeschlagene BSG mit nunmehr 20Punkten das Tableau anführt.

Ärgster Verfolger ist mit fünf Zählern Rückstand die SV Olbernhau, die beim 5:0 gegen Gebirge/Gelobtland/Satzung nichts anbrennen ließ. Auf Platz 3 folgt der SV Tirol Dittmannsdorf, für den 14 Zähler in der Statistik zu Buche stehen. Abzuwarten bleibt allerdings, wie das abgebrochene Spiel in Pockau gewertet wird. In der 57. Minute war beim Stand von 2:1 für Dittmannsdorf der Pockauer Marcel Ludwig nach einem Kopfballduell derart unglücklich am Kopf getroffen worden, dass er blutend und mit geschwollenem Gesicht liegen blieb. Nach 20-minütiger Behandlung wurde er per Rettungswagen in ein Chemnitzer Klinikum gebracht. "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut", sagte der FSV-Vorsitzende Timo Uhlig am Montag. Er dankte den Ersthelfern vor Ort und wünschte dem Spieler ebenso eine rasche Genesung wie Tirols Coach Steffen Richter. Für ihn war nachzuvollziehen, dass die Gastgeber nach einer kurzen Beratung nicht weiterspielen wollten. "Im Sinne der Verletzung haben wir die Entscheidung voll akzeptiert", sagt Richter, der zugleich betont: "Der Schiedsrichter hatte zuvor klar signalisiert, dass das Spiel fortgesetzt werden soll." Nun wird die Partie ein Fall fürs Sportgericht.

Fest steht allerdings schon jetzt, dass die Liga enger zusammenrückt. So ließen Mannschaften aus dem vorderen Mittelfeld Punkte liegen. Während die Mildenauer (4.) nicht über ein 0:0 gegen Zöblitz (11.) hinauskamen, ging der FVK Drebach/ Falkenbach II (6.) nach verschlafener erster Halbzeit beim BSV Eintracht Zschopautal (10.) als Verlierer vom Platz (2:3). Der FSV Motor Marienberg II (5.) zog unterdessen mit einem 3:0-Heimsieg gegen den FSV Zschopau/Krumhermersdorf (8.) am Gegner vorbei.

Seinen ersten Saisonsieg bejubelte der FV Blau-Weiß Königswalde, der mit dem 4:1 gegen Aufsteiger SpVgg Neundorf/Wiesenbad (9.) auf Rang 13 kletterte und die Rote Laterne an die SG 47 Wolkenstein übergab. Das Torverhältnis von 14:21 zeigt jedoch, dass selbst das Schlusslicht durchaus mithalten kann. Bislang gelangen aber erst vier Punkte.

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