Marienberg setzt Höhenflug mit Sieg im Erzgebirgsderby fort

Fußball, Landesklasse West: FSV Motor festigt Rang 2 mit 3:1-Erfolg gegen Schneeberg - Olbernhau und Gelenau gehen auswärts leer aus

Marienberg.

Unterschiedlicher könnte die Gefühlslage der Lokalvertreter in der Fußball-Landesklasse West kaum sein. Genau wie bei den Gelenauern (11.), die zum dritten Mal in Folge verloren, regiert auch bei den ebenfalls unterlegenen Olbernhauern (10.) der Frust. Dagegen bejubelten die Motor-Kicker aus Marienberg einen weiteren Sieg, mit dem sie Tabellenrang 2 verteidigten.

FSV Motor Marienberg gegen FC Concordia Schneeberg 3:1 (1:1). Auf dem Pockauer Kunstrasen, auf den die Gastgeber ausweichen mussten, erlebten die 45 Zuschauer eine ausgeglichene erste Halbzeit. "Es war eine Partie auf hohem Niveau. Beide Teams haben den Weg nach vorn gesucht", sagt Motor-Trainer Patrick Schmidt, der bei einer Schneeberger Flanke an die Latte (5.) kurz durchatmen musste. Doch auch seine Elf strahlte Torgefahr aus und wurde nach 32 Minuten belohnt. Eine gelungene Kombination über Außen schloss Schröter nach einem Querpass ab. "Wir hätten aber noch andere Angriffe besser ausspielen können", monierte Schmidt einige technische Fehler, von denen einer den Ausgleich einleitete. Nach einem Ballgewinn der Gäste wurde deren Angreifer im Strafraum gefoult und der folgende Elfmeter verwandelt. Mit mehr Konzentration konnten die Motor-Kicker nach dem Seitenwechsel ihre Fehlerquote deutlich senken. "Wir haben dann komplett dominiert und bis auf einige Standards nichts zugelassen", berichtet Schmidt, der sich nach einem direkt verwandelten Freistoß von Höfer über das 2:1 freuen durfte (55.). Eine der vielen weiteren Ballstafetten schloss Wagner aus Nahdistanz zum entscheidenden 3:1 ab.

Marienberg: Schleinitz; Werner, Richter, Bauer, Schröter, Günther, Gottschalk, Höfer, Hofmann (64. Hamann), Wagner (86. Neubauer), Fischer; SR: Haubner (Meerane); Z: 45; T: 1:0 Schröter (32.), 1:1 Schumann (40.), 2:1 Höfer (55.), 3:1 Wagner (63.).

ESV Lok Zwickau gegen SV Olbernhau 2:0 (1:0). Nach einer schwachen ersten Halbzeit lagen die SVO-Kicker laut Steve Dieske verdientermaßen zurück. Zwar hatten die Gäste auch etwas Pech, als der Ball in der sechsten Minute durch einen Pressschlag vor dem Fuß des Lok-Torschützen landete, doch fehlten dem Olbernhauer Trainer Struktur und der Zug zum Tor. "In der Kabine haben wir einiges angesprochen und waren danach viel wacher", so Dieske weiter: "Endlich haben wir guten Fußball gespielt, das Spiel verlagert und die Außenbahnen genutzt." Verantwortlich dafür war vor allem Winzer, der bei seinem ersten Einsatz nach langer Verletzungspause als Einwechselspieler für frischen Schwung sorgte. "Bis zum gegnerischen Strafraum lief der Ball sehr gut, aber dann fehlte die Zielstrebigkeit", bemängelt der Gäste-Coach, der einen Freistoß von Preißler an die Latte (70.) als einzige Großchance notierte. Cleverer agierten die Hausherren, die per Konter alles klarmachten (81.).

Olbernhau: Kaden; Preißler, Lippmann, Fiebig, Pasc. Spartmann (76. Ehnert), Matz, Meyer (40. Winzer), Porstmann (85. Brandt), Sensfuß, Schäfer, Fischer; SR: Schröder (Chemn.); Z: 80; T: 1:0 Holler (6.), 2:0 Schönherr (81.).

SG Handwerk Rabenstein gegen BSV Gelenau 4:0 (1:0). "Wir haben in der ersten Halbzeit gut dagegengehalten, aber unsere Chancen nicht genutzt und dafür kurz vor dem Pausenpfiff das bittere 0:1 hinnehmen müssen. Als Handwerk das 2:0 nachgelegt hatte, waren die Messen jedoch gelesen, danach sind wir moralisch zusammengebrochen", kommentiert BSV-Coach Kay Morgenstern die dritte Gelenauer Pleite in Folge. Seine Elf begann hoch konzentriert, ließ den Handwerkern wenig Platz zu gelungenen Offensivaktionen und setzte selbst Nadelstiche. Einer davon hätte die Führung bringen müssen, doch Pröger hob den Ball aus 16 Metern über den Kasten (22.). Zuvor hatte Kutzke (13.) mit einem 30-Meter-Knaller den Handwerk-Torwart zu einer Glanzparade gezwungen. Kurz vor der Pause musste Gelenaus Keeper Voigt einen Kopfball passieren lassen. "Schade, denn die Ecke war keine Ecke", so Morgenstern, der 20 Minuten später einen Konter zum 0:2 tatenlos mit ansehen musste. Gelenau hatte fortan nichts mehr zum Zusetzen. Im Gegenteil: Rabenstein baute den Vorsprung weiter aus. (anr/grb)

Gelenau: Voigt; Hopp (75. Walczak), Fritzsche, Viererbe (68. Singer), Kopitzke, Kutzke, Pröger (84. Emmrich), Hartwig, P. Kolditz, Ney, L. Kolditz; SR: Schiepe (Lößnitz); Z: 39; T: 1:0 Lachmann (44.), 2:0 Schmidt (64.), 3:0 Ströhle (84.), 4:0 Nguyen (90.).

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