Marienberg trifft doppelt so oft wie das Schlusslicht

Handball, Sachsenliga: HSV-Damen werden ihrer Favoritenrolle gerecht

Marienberg.

Wie schon im Hinspiel ist den Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg gegen den Radeberger SV erneut ein Kantersieg gelungen. Die Bergstädterinnen trafen mehr als doppelt so häufig wie das Schlusslicht der Sachsenliga und setzten sich letztlich mit 42:20 durch. Bemerkenswert ist zudem, dass die Torausbeute in beiden Halbzeiten nahezu identisch ausfiel. Zur Pause hatte der HSV mit 22:10 die Nase vorn. "Wir wurden als Tabellensiebenter unserer Favoritenrolle voll gerecht. In so einer Konstellation kannst du dich auch blamieren. Das ist aber nicht passiert, stattdessen wurde meine Zielvorgabe erreicht", sagt Trainer Stefan Süßmilch, der einen klaren Sieg mit mindestens 40 Marienberger Toren gefordert hatte.

Dem Publikum wurden zahlreiche schöne Würfe und Anspiele sowie gute Paraden der Torhüterinnen geboten. Trotz des klaren Rückstandes gaben sich die Gäste nie auf. Sie bejubelten jeden ihrer Treffer lautstark und versuchten alles, um die Niederlage in Grenzen zu halten. Bis zum 7:6 (12.) verlief die Partie sogar ausgeglichen, weil die Gastgeberinnen etwas nervös und überhastet agierten. Danach zündeten sie allerdings den Turbo und zogen davon, sodass die Partie beim Seitenwechsel quasi schon entschieden war. Bis zur 41. Minute (27:13) wurde dieser Vorsprung nur verwaltet, weil einige Chancen ungenutzt blieben. Aber Torhüterin Laura Monse verhinderte mit guten Paraden, dass die Gäste verkürzen konnten. Gegen Ende zog die Süßmilch-Sieben wieder an. Mit ihrem Treffer zum 34:16 läutete Nadine Seidel den Schlussspurt ihres Teams ein.

Frank Reimann zelebrierte nach dem Schlusspfiff mit den Fans und dem HSV-Team die Siegeszeremonie. Besonders glücklich wirkte dabei Vivian Dresel, die mit zwölf Toren erfolgreichste Werferin war und zudem mit schönen Anspielen glänzen konnte. Auch Routinier Sylke Sowa erzielte wieder spektakuläre Tore und holte mehrere Siebenmeter heraus. Generell hatten alle Spielerinnen ihren Anteil am Erfolg. "Wir haben mit einer guten Teamleistung unseren Pflichtsieg eingefahren. Diesen werden wir aber nicht überbewerten. Wir haben uns auch einige Fehler geleistet, die wir in den nächsten Begegnungen vermeiden müssen", so Süßmilch.

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