Marienberger Aufholjagd mit Derby-Sieg belohnt

GegendenHVChemnitz II lagen die Handballerinnen des HSV zunächst klar zurück. In der zweiten Halbzeit gelang dem Tabellenzweiten der Sachsenliga dann aber ein Kraftakt.

Marienberg.

Groß ist das Publikum beim ersten Spiel der Marienberger Handballerinnen im neuen Jahr gewesen. Und groß war auch der Jubel, denn bei diesem Rückrundenauftakt der Sachsenliga bogen die Damen des HSV 1956 eine scheinbar verlorene Partie doch noch um. Im Derby gegen den auf Platz 4 liegenden HV Chemnitz II leuchtete am Ende ein 29:27 für den gastgebenden Tabellenzweiten auf der Anzeigetafel.

Die Fans erlebten wieder einmal ein Wechselbad der Gefühle, das vielversprechend begann. Nach ihrer 2:0-Führung zeigte sich die ersatzgeschwächte HSV-Sieben allerdings von der Rolle. Ein nervöser und mit vielen Fehlern behafteter Auftritt brachte das Team mit 3:8 in Rückstand. Zur Pause (12:15) dürfte so mancher Fan angesichts des Fehlens von Stammkräften wie Leonie Tinney, Frenzi Heft und Anne-Katrin Weingardt die Partie wohl schon abgehakt haben.

"Wir haben wie mit angezogener Handbremse gespielt. Im Angriff war die Leistung noch schwächer, als in der Abwehr. Die erste Halbzeit war gar nicht gut, und viele Fans haben bestimmt nicht mehr an einen Sieg von uns geglaubt", sagt HSV-Trainerin Lucie Hribova, die in der Kabine aber offenbar genau die richtigen Worte fand. Denn nach 15 Minuten nach der Pause glich ihr Team zum 19:19 (45.) aus.

Das Derby begann quasi von vorn und wurde zu dem im Vorfeld erwarteten Handballkrimi. Riesigen Jubel gab es, als die erst 16-jährige Emma Bielawny den HSV erstmals in Führung brachte (21:20/49.). Noch zweimal konnten die Gäste ausgleichen, doch dann zogen die Marienbergerinnen auf 27:23 davon (54.). Der Sieg war greifbar nahe. Nun bäumte sich Chemnitz auf und verkürzte drei Minuten vor Schluss auf 25:27. Eine starke Einzelaktion der aktuell besten Torjägerin der Liga, Vivan Dresel und ein verwandelter Siebenmeter von Ioana Pocris sorgten dann aber für Beruhigung.

"Es war wie erwartet ein hart umkämpftes Derby. Nach der Pause haben wir mit höherem Tempo und größerem Einsatz gespielt. Wir sind gut in die Lücken gegangen und haben dabei die Tore erzielt", bilanziert Hribova, die sich auch über eine Steigerung ihrer Defensive freute. Zudem habe in der Schlussphase hat Torhüterin Nadine Werner einige wichtige Paraden gezeigt. "Ich hatte diesmal sehr wenige Wechselmöglichkeiten", ergänzt die HSV-Trainerin, um direkt im Anschluss ein großes Lob an ihre Spielerinnen auszusprechen: "Trotzdem hat die Mannschaft es geschafft, die 60 Minuten mit hohem Tempo zu spielen." Aufgrund der überlegen geführten zweiten Halbzeit sei der Sieg für den HSV vollauf verdient.

 

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