Matte frei für die Liga-Titanen

Knapp mit einem Punkt haben die Ringer des RV Thalheim in der Hinrunde gegen Regionalliga-Primus Markneukirchen verloren. Nun soll im Vogtland die Revanche her.

Thalheim/Lugau.

Es ist angerichtet: Wenn morgen Abend in der Markneukirchner Ringerhalle die Athleten der heimischen AVG mit denen des RV Thalheim die Kräfte messen, dann ist das mehr als ein normaler Kampf. Vielmehr treffen dort die beiden besten Kader der Regionalliga aufeinander. Dabei haben die Gastgeber aus dem Musikwinkel bislang noch überhaupt kein Mannschaftsduell in dieser Saison abgegeben. Die Erzgebirger hingegen nur eines, nämlich den Hinkampf, - allerdings ist außerdem das Ergebnis des Vergleichs zwischen Thalheim und Frankfurt wegen einer noch nicht ausgerungenen Gewichtsklasse weiter vakant. "Wenn wir den gewinnen und außerdem in Markneukirchen mit mehr als einem Punkt Unterschied, dann sind wir Tabellenführer", sagt RV-Trainer Steffen Richter, der allerdings um die Klasse der Gastgeber weiß. Die hätten in einigen Limits Athleten am Start, die in dieser Liga nahezu unbesiegbar seien, so Richter, der als Beispiel Valerij Borgoiakov nennt. Der Russe besiegte diese Saison im Limit bis 61 Kilogramm und neuerdings auch bis 57 kg noch jeden Gegner - und bis auf einen auch jeden vorzeitig. "Deshalb muss jeder unserer Athleten an seine Leistungsgrenze und teilweise darüber hinaus gehen", so Richter, der sich in Sachen Aufstellung gegen den Tabellenführer allerdings nicht in die Karten schauen lassen möchte.

Im Gegensatz zu Thalheim ist die Stimmung bei den Lugauer Eichenkränzen derzeit alles andere als gut. Nach der - allerdings erwartbaren - Heimniederlage vergangene Woche gegen Spitzenreiter Markneukirchen rangiert das Team auf dem letzten Tabellenplatz. "Den wollen wir natürlich so schnell wie möglich wieder loswerden", so Trainer Jan Peprny. Die erste Gelegenheit gibt es morgen beim Drittletzten in Frankfurt/Oder. Dieser hat mit vier Punkten ebenso viele Zähler auf dem Konto wie die Erzgebirger, die den Hinkampf mit 20:15 gewannen.

Sorgen macht dem Lugauer Trainer allerdings die dünne Personaldecke, speziell in den unteren Gewichtsklassen. So ist Tim Walther im 75-Kilogram-Limit (Freistil) nach einer Verletzung noch nicht wieder fit - für ihn wird möglicherweise Joker Martin Richter, eigentlich ein Klassiker, auf die Matte gehen. Richtig prekär ist die Situation in der Kategorie 66 Kilogramm klassisch. . Dort fällt mit Tim Hamann, Frederik Esser sowie Jan Nagel womöglich gleich ein Trio verletzungsbedingt aus. "Das ist schon eine ganz schöne Hypothek", so Trainer Jan Peprny, der sich nun, wie er betont, "etwas einfallen lassen" will.

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