Matten bleiben gänzlich leer

Ringen: Alle nationalen Meisterschaften abgesagt

Aue.

Der Deutsche Ringer-Bund hat seinen Mitgliedsverbänden per E-Mail mitgeteilt, dass die nationalen Einzelmeisterschaften der Männer, Junioren und Kadetten dieses Jahr nicht mehr ausgetragen werden. Zwischen Ende März und Anfang Juni waren Titelkämpfe in zwölf Orten geplant, zunächst verschoben und letztlich abgesagt worden. Bis 20. Mai haben nun die Vereine Zeit dem DRB mitzuteilen, ob sie für 2021 weiterhin als Ausrichter bereit stehen.

"Wir hoffen, dass wir wenigstens die Bundesliga im Herbst starten können", sagt DRB-Geschäftsführer Karl-Martin Dittmann. Allerdings dürften auch die Mannschaftsmeisterschaften, an denen die Ringer des FC Erzgebirge Aue teilnehmen, stark von den Maßnahmen mit und um das Corona-Virus abhängig sein. In jedem Bundesland werden diese unterschiedlich gehandhabt. Angesichts der aktuellen Lage ist der Bundesligastart bereits auf Ende Oktober verschoben worden. Am Montagabend haben zudem die Präsidenten der in der Zweckgemeinschaft Ringen Mitteldeutschland vereinigten Landesorganisationen Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Sachsen über die neuesten Entscheidungen des DRB diskutiert. "Wir hätten uns gewünscht, mehr in die Entscheidungen eingebunden zu werden", kritisiert der aus Thalheim stammende Präsident des Ringer-Verbandes Sachsen, Joachim Kühn. "Zumal noch gar nicht absehbar ist, ob und wie der Ligenbetrieb überhaupt starten kann. Eine Ringerliga ohne Zuschauer kann sich im mitteldeutschen Raum niemand vorstellen."

Betroffen sind aber nicht nur die nationalen, sondern auch die internationalen Turniere. Keiner rechnet damit, dass im Juni eine der drei Nachwuchseuropameisterschaften stattfindet. Die Termine der Weltmeisterschaften der Kadetten und Junioren in Budapest (ab 17. August) beziehungsweise Belgrad (ab 7. September) wackeln ebenso. Gut möglich, dass dadurch hoffnungsvolle Talente wie die Auer Gerda Barth, Jakob Barth, Connor Sammet sowie die Lugauer Anton Vieweg und Tim Hamann um ihre Startchancen gebracht werden. Am ehesten kann wohl noch Erik Löser aus Gelenau auf einen WM-Start hoffen, denn die Titelkämpfe der U 23 sollen erst am 23. November beginnen. (mit mas)

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